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Winter-Szenen in Sibirien. voilok/instagram

"Sieht so der Schnee in der Hölle aus?" – in Sibirien rieselt schwarzer Schnee vom Himmel

In der sibirischen Region Kuzbass, in der sich eines der größten Kohlefelder der Welt befindet, schneite es in diesen Tagen. Das wäre nicht weiter bemerkenswert – doch bei dem, was da vom Himmel fiel, handelte es sich um schwarzen Schnee.

Bewohner in der Nähe des Bergwerks posten in diesen Tagen zahlreiche Videos, in denen ganze Straßen und Stadtteile mit der ungewöhnlichen , "schwarzen Pracht" bedeckt sind. ("Guardian")

Ein Umweltphänomen mit dramatischen Folgen: Das Risiko an Krebs, spastischer Zerebralparese oder Tuberkulose zu erkranken ist in Kuzbass deutlich höher als im Rest Russlands.

Ein Umweltaktivist gegenüber dem "Guardian":

"Es ist hier im Winter schwieriger, weißen Schnee zu finden als schwarzen Schnee ."

Weiter berichtet der Umweltschützer: "Es liegt immer viel Kohlenstaub in der Luft. Wenn Schnee fällt, wird der Kohlenstaub sichtbar. Den Rest des Jahres kann man den Staub nicht sehen, aber er ist immer noch da."

Auf Twitter fragt ein Nutzer: "Sieht so der Schnee in der Hölle aus?"

Russischen Klimaschützern zufolge, die in dem autoritär regierten Land unter zahlreichen Repressionen zu leiden haben, enthält der Staub eine Vielzahl von gefährlichen Schwermetallen, darunter auch Arsen und Quecksilber.

(pb/ag)

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60 Kilometer lang schlängelt sich der Ambarnaya auf dem Weg in die arktischen Karasee durch die sibirische Tundra. Eigentlich ist der Schmelzwasserfluss glasklar, seit Tagen ist er aber blutrot gefärbt. Der Grund: 21.000 Tonnen Diesel und Chemikalien, die aus einem Heizkraftwerk in den Fluss und die angrenzende Tundra geflossen sind. Sogar aus dem All sind die tiefroten Stellen des Flusses zu sehen, das zeigen Satellitenbilder der europäischen Weltraumorganisation ESA.

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