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Russland setzt Versorgungsflüge zur ISS aus – und das bedeutet das für Alex Gerst

Das ging schief. Der Flug einer russischen Sojus zur Raumstation ISS musste am Donnerstag kurz nach dem Start abgebrochen werden, weil es Probleme mit der zweiten Raketenstufe gab. Die beiden Raumfahrer kehrten unversehrt zur Erde zurück. Aber die Panne beim Start hat Folgen.

Russland prüft nach der Sojus-Panne den vorübergehenden Stopp auch der unbemannten Sojus-Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS. Die Transporte könnten bis Ende dieses Jahres ausgesetzt werden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat bereits die bemannte Raumfahrt ausgesetzt, bis die Ursache des Fehlers geklärt ist, der zur Notlandung der Sojus-Kapsel führte.

Kommandant der ISS ist derzeit der deutsche Fliegerkosmonaut Alex Gerst. Russland versorgt die ISS mit Lebensmitteln und anderem Material und transportiert als einziges Land Besatzungsmitglieder zur Raumstation und wieder zurück zur Erde. Die Versorgungsflüge sind unbemannt. Die derzeit dreiköpfige Besatzung auf der ISS verfüge über ausreichend Proviant, hieß es. 

Das Unglück vom Donnerstag ist ein schwerer Rückschlag für die bemannte Raumfahrt. Die russischen Trägerraketen galten als belastbar und zuverlässig, die US-Raumfahrtbehörde hat ihre bemannten Flüge ins All mit dem Einmotten der Spaceshuttle eingestellt. Auch die europäische ESA ist auf die Zusammenarbeit mit Russland angewiesen.

Die Versorgungsflüge zur ISS hat die Nasa 3 privaten Unternehmen übertragen. Der Staat zieht sich aus dem All zurück. 

(rtr, dpa, afp)

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