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Huch! Bild: imago

Das sind die beliebtesten Vornamen des Jahres – und doch, ein paar sind schon überraschend

Ob Eltern, die ihre Tochter Tulip nennen, wohl eher an Tulpen oder an dänische Wurstwaren gleichen Namens denken? Die Frage nach den Beweggründen kann Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg nicht beantworten.

Überrascht?

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Was kommt nach Emma? In den Beliebtheits-Top Ten Mia, Hanna/Hannah, Emilia, Sophia/Sofia, Lina, Anna, Mila, Lea und Ella.

Und bei den Jungs? Nach dem ewig-beliebten Ben folgen bei den Jungen Paul, Leon, Finn/Fynn, Elias, Jonas, Luis/Louis, Noah, Felix und Lucas/Lukas.

Gibt es Trends?

Bei den Mädchen ist also der Anfangsbuchstabe E besonders beliebt, bei den Jungen steht das L am häufigsten am Anfang der Top Ten ersten Namen. Bei den zweiten Vornamen steht bei den Jungen Alexander ganz oben, bei den Mädchen Sophie/Sofie. Die meisten Plätze gutgemacht haben Ella, Matilda, Frieda, Lia und Juna sowie Matteo, Theo, Fiete, Henry und Levi.

Achtung, hier kommt Fiete!

Mit Fiete schicke sich einmal mehr ein norddeutscher Name an, den Rest Deutschlands zu erobern, meint Bielefeld, der sich bei seiner Auswertung auf 610 verschiedene Quellen in bundesweit 480 Städten - zumeist Geburtskliniken, aber auch Meldungen aus zehn Standesämtern - stützt und gut ein Viertel aller 2018 in Deutschland geborenen Babys erfasst hat.

"Fiete ist vor allem in Norddeutschland extrem hochgeklettert." Das erste Mal sei ihm Fiete - "eine Koseform von Friedrich" - als regulärer erster Vorname vor ein paar Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgefallen - "und jetzt breitet er sich über Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen aus. Ich schätze mal, dass er in zehn Jahren dann auch in Bayern in der Vornamen-Hitparade ist".

Es sei typisch, "dass sich Namen von Nord- nach Süddeutschland ausbreiten, seltener umgekehrt", sagt Bielefeld und begründet dies mit der allgemeinen Beliebtheit skandinavischer Namen und der geografischen Nähe zum deutschen Norden. Auch mit Finn, "der ist ja mittlerweile auch in ganz Deutschland allgegenwärtig", habe es in den 1980er Jahren zuerst in Schleswig-Holstein angefangen.

Gibt es weitere Auffälligkeiten?

Bis Kevin wieder modern werde, dürfte es noch viele Jahrzehnte dauern. Zu sehr sei der Name durch falsche Vorurteile und Klischees belastet, sagt Bielefeld. Derzeit liege er auf Platz 294. Juso-Chef Kevin Kühnert habe dem Namen aber "einen Riesendienst erwiesen, weil er ein erfolgreicher Kevin ist, ein Kevin, der es zu etwas gebracht hat."

Für alle, die mit ihrem ersten Vornamen unzufrieden sind und noch über weitere verfügen, gibt es seit November einen Lichtblick. "Wenn man mehrere Vornamen hat, die nicht durch Bindestrich verbunden sind, kann man jetzt auch amtlich die Reihenfolge ändern", sagt Bielefeld. Abgesehen von der Namensnennung in Ausweispapieren oder auf Flugtickets habe das aber keine großen Auswirkungen. "Wenn man seinen Rufnamen ändern will, muss sich das schon noch rumsprechen."

(pb/dpa)

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