Leben
Daniel Küblböck, der Sänger beim Fototermin zur ARD Doku-Serie Verrückt nach Fluss am 23.09.2016 in Hamburg Verrueckt nach Fluss (ARD) Doku-Serie Pressetermin in Hamburg, 2016 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY

Daniel Küblböck the Singer the Photo call to ARD Docu Series crazy after River at 23 09 2016 in Hamburg crazy after River ARD Docu Series Press call in Hamburg 2016 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY

Bild: imago stock&people

6 Monate nach Verschwinden: Vater möchte Daniel Küblböck für tot erklären lassen

Am 9. September 2018 stürzte Daniel Küblböck von Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAluna. Es gilt als sicher, dass der Ex-DSDS-Star tot ist. Das will sein Vater jetzt auch offiziell feststellen lassen.

Noch immer ist nicht klar, was an diesem besagten Tag an Bord des Kreuzfahrtschiffes geschah. Fest steht nur: Daniel Küblböck stürzte in die Fluten des Atlantik und wurde seitdem nie mehr gesehen. Der Entertainer beging wahrscheinlich Suizid, denn Fremdeinwirkung wurde recht schnell ausgeschlossen.

Öffentlich bekannt wurde zudem, dass Daniel Küblböck vor seinem Verschwinden psychisch sehr labil war, dass er Streit mit anderen Passagieren an Bord des Schiffes hatte und an seiner Schauspielschule in Berlin gemobbt wurde. Nun könnte der nächste Schritt im Fall Küblböck folgen, denn ab Samstag kann der Musiker für tot erklärt werden. Dies regelt das Verschollenengesetz.

Oberstaatsanwalt Walter Feiler erklärt nun der "Bild": "Die Staatsanwaltschaft Passau hat ein Todesermittlungsverfahren durchgeführt. Aufgabe war, ob es Hinweise auf eine Straftat gibt. Der Bericht wird noch überprüft. Aber das Fazit ist, dass es sich um einen Suizid handelt."

Ein Ende möchte der Ungewissheit nun auch Daniel Küblböcks Vater Günther setzen. Er erklärt der Zeitung weiter:

"Ich werde ihn für tot erklären lassen. Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss."

Er sei von einem Suizid überzeugt, denn sein Sohn sei nicht mehr er selbst gewesen und habe unter einer Psychose gelitten.

(Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen)

Lass dir helfen!

Du hast das Gefühl, in einer ausweglosen Situation zu stecken? Wenn du dir im Familien- und Freundeskreis keine Hilfe suchen kannst oder möchtest – hier findest du einige anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote.

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichst du rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen du über deine Sorgen und Ängste sprechen kannst. Auch ein Gespräch via Chat oder E-Mail ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Der Verein "Nummer gegen Kummer" kümmert sich vor allem um Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111. nummergegenkummer.de

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Bei MuTeS arbeiten qualifizierte Muslime ehrenamtlich. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Hier findest du eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland: suizidprophylaxe.de

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