Leben

Zuletzt an Bord gehen und Hotels anrufen – wie du ein bisschen dreist besser verreist

Dreistigkeit siegt. Vielleicht nicht das schönste Lebensmotto, aber auf Reisen kann sich die Weisheit als nützlich erweisen. Denn wer im richtigen Moment dreist ist, reist komfortabler – und manchmal auch günstiger.

Um es vorwegzuschicken: Es wird Menschen geben, die sich an einigen Stellen über diesen Text aufregen werden ("Wenn jeder das so machen würde..."). Doch selbst wenn man sie nach der Lektüre hilfreich findet, wird niemals jeder diese Tipps beherzigen.

Der Grund, warum man sich auf Reisen, wenn möglich, einiger Schlupflöcher bedienen sollte? Ein paar Zahlen veranschaulichen das:

Kurz gesagt: An Flughäfen, aber auch an Bahnhöfen ist nicht nur in den Ferienzeiten der Teufel los. Wer sich immer brav hinten anstellt, nie mal clever oder auch etwas dreist ist, für den werden Reisen rasch zum Ärgernis.

Auf Flugreisen

Bild

bild: Pexels

Fenster- und Gangplatz buchen

Reist man als Paar oder sonst zu zweit, gilt: In den klassischen Dreierreihen von Boeing 737 und A320 immer den Fenster- und Gangplatz online reservieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass andere Passagiere beim Online-Check-in freiwillig ihr Häkchen bei einem Mittelplatz setzen, ist gering, sofern eine extrem hohe Auslastung der Maschine sie nicht dazu zwingt.

Sitzplätze ganz hinten buchen

Wer seine Sitze möglichst weit hinten wählt, hat möglicherweise mehr Ruhe, falls der Flieger nicht komplett ausgelastet ist. Denn viele Reisende meiden oft diese Plätze, damit sie am Zielort schnell loskommen.

Bild

Gute Aussicht. bild: pexels

Als Letzter an Bord gehen

Beim Einsteigen ins Flugzeug sollte man dann möglichst als Letzter boarden. Denn das beliebte Umsetzen in die letzten freien Reihen beginnt stets mit dem Zauberspruch "Boarding is completed". Besser also man selbst besetzt die vielleicht letzte freie Dreierreihe, bevor andere die Chance dazu nutzen. Die tatsächliche Sitzplatznummer auf Ihrem Ticket ignorieren Sie dabei – denn nichts ist besser, als eine ganze Reihe für sich allein.

Wer sich traut, weitet diesen kurzentschlossenen Schachzug für mehr Komfort noch auf die oft freibleibenden Sitze mit mehr Beinfreiheit an den Notausstiegen über den Tragflächen aus. Diese Sitze bleiben häufig leer, weil die Airlines dafür 10 bis 60 Euro pro Strecke extra verlangen, eine Ticketkontrolle im Flieger entfällt aber in der Regel.

Bild

Lasst die anderen mal ins Flugzeug stürmen, ihr habt Zeeeit. bild: pexels

Zugegebenermaßen mit Glück winkt den letzten Passagieren beim Einsteigen eine neue Bordkarte: ein Upgrade in die Business Class. "Über das ganze Jahr und alle Strecken hinweg kann man davon ausgehen, dass ein Flugzeug mit rund zehn Prozent überbucht wird", weiß David Haße, Herausgeber des Flugnachrichtendienstes airliners.de.

Auf Bahnreisen

Der Mensch ist ein Herdentier. Und auf Reisen, also unter für viele nicht alltäglichen Umständen, orientiert er sich noch mehr an der Masse, die ihm scheinbar den richtigen Weg weist. Tut sie aber nicht.

Abstand halten von der Masse

Zu beobachten ist das an Bahnsteigen besonders anschaulich. Mehr als die Hälfte aller Fahrgäste, die in einen IC oder ICE einsteigen möchten, knüppelt sich im mittleren Bereich der Einstiegszone. Regel Nummer eins beim Einsteigen ohne Sitzplatzreservierung lautet also: Entferne dich von der Gruppe.

Bild

Hier willst du nicht hin. Bild: imago stock&people

Abstand halten zum Speisewagen

Zweitens: Wirf einen Blick auf die Reihenfolge der Wagen und wähle die Waggons mit möglichst großem Abstand zum Speisewagen. Denn vor und hinter dem Speisewagen liegen jene Zugteile, in denen die meisten Menschen ihre Plätze reservieren – oder sie als guten Service reserviert bekommen.

07.12.2018, Hamburg, Deutschland, GER, Bahnhof Dammtor, Bord Bistro, *** 07 12 2018 Hamburg Germany GER Dammtor railway station Bord Bistro

Hier willst du auch nicht hin. Bild: imago stock&people

Doch auch wer vorher reservieren will, kann clever sein und die Preise für Ticket und Sitzplatzreservierung mit denen auf der Website der tschechischen Bahn vergleichen. Die Seite lässt sich auf Deutsch umstellen und Züge innerhalb Deutschlands buchen. Die Zugbindung entfällt oft, und die Preise liegen immer wieder unter DB-Niveau.

Auf Städtereisen

Uber buchen

Die Taxivereinigungen der großen Städte stemmen sich seit Jahren gegen den US-Fahrdienst Uber. In Frankfurt/Main, Berlin, Hamburg und München gab es bereits Prozesse – und teilweise bis heute bestehende Verbote. Die privaten Fahrer, von Kunden über eine App direkt angefunkt, dürften also vielerorts gar nicht mehr auf den Straßen sein.

Bild

bild: pexels

Nach eigenen Angaben ist Uber mit geändertem Geschäftsmodell aber weiterhin als Chauffeurdienst in vielen europäischen Städten verfügbar. Denn die Realität ist folgende: Allein die drei Millionen Nordamerikaner, von denen viele Uber aus ihren Heimatstädten kennen, wissen nichts von den hiesigen Verboten und ordern daher mit größter Selbstverständlichkeit ihr Uber-Taxi. Ubers Preise sind allerdings dynamisch. Es gibt keine festen Tarife. Brauchen viele Menschen einen Fahrer, steigt der Preis.

Hotelzimmer telefonisch buchen

Ein weiterer Tipp in Sachen Städtereisen: die Hotelbuchung. Viele deutsche Hoteliers arbeiten eng mit Portalen wie Booking.com, HRS und Expedia zusammen. Jede vierte Buchung kommt über diese Portale, davon laut Dehoga-Bundesverband 60 Prozent allein über Booking.com. Die Best-Preis-Klausel für die Portale konnte zwar gerichtlich gekippt werden, doch trauen sich die wenigsten Hoteliers, die Preise der Portale öffentlich auf der eigenen Website zu unterbieten.

Friendly black receptionist handing a form to male guest checking in with partner at a luxury hotel for their honeymoon

Bild: E+

Ein Anruf bei der Wunschunterkunft bewirkt daher oft eine Veränderung: Viele Hoteliers räumen bei telefonischer Buchung gerne bis zu 10 Prozent Rabatt ein, um sich die 15 bis 19 Prozent Vermittlungsprovision an die Portale zu sparen. Eine Win-win-Situation für Hotelier und Gast.

(dpa)

Habt ihr weitere Tipps? Schreibt sie uns in die Kommentare.

Hier ist es im Winter aber auch ganz schön:

Das könnte dich auch interessieren:

"Promi Big Brother": Im Finale führt Sat.1 Kandidatin mit skurrilem Sex-Talk vor

Link zum Artikel

Luke Mockridge im "Fernsehgarten": Anwalt erklärt, was dem Comedian jetzt droht

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Almklausi blamiert sich bei Toastbrot-Frage – dann fliegt er

Link zum Artikel

Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten": Plötzlich taucht er wieder auf – und äußert sich

Link zum Artikel

Nazi-Familie Ritter mit weiteren Eskapaden – jetzt fährt die Stadt einen harten Kurs

Link zum Artikel

"Bachelorette": Nach dieser Folge ist es klar – ER bekommt die letzte Rose

Link zum Artikel

Millionensumme zeigt, in welchen Sphären Helene Fischer schwebt

Link zum Artikel

Vom Problemschüler zum Jura-Studenten: An Dennis hat früher niemand geglaubt

Link zum Artikel

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Link zum Artikel

Miese Götze-Meldung lässt Fans wüten: "Mein Herz blutet"

Link zum Artikel

Almklausi kollabiert bei "Promi Big Brother" – Sat.1 wird scharf kritisiert

Link zum Artikel

Jede Menge Regelverstöße bei "Promi Big Brother" – doch der Sender ahndet das nicht

Link zum Artikel

Coutinho verrät seine Lieblingsposition – und bringt die Bayern damit in ein Dilemma

Link zum Artikel

Nach Tod von Ingo Kantorek: RTL 2 schneidet einige Szenen aus "Köln 50667"

Link zum Artikel

Segler-Paar über Gretas Segelreise: "Als würde man sich in eine Rakete setzen"

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Zlatko ist raus – warum er scheiterte und was er über Jürgen sagt

Link zum Artikel

Wie Salihamidzic die Transfers des FC Bayern vergeigte – und die Spieler dies ausnutzten

Link zum Artikel

"Promi BB": Kollege von Bewohnerin stirbt – so wird Janine vom Tod erfahren

Link zum Artikel

Warum der FC Bayern derzeit an sich selbst scheitert – und was das mit Sané zu tun hat

Link zum Artikel

Kuss bei "Promi Big Brother" war peinlich? Von wegen: Hier kommt Stalker Joey Heindle

Link zum Artikel

BVB-Doku auf Amazon zeigt Trauma des Anschlags – so nah waren wir noch nie dran

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Grotten-Foto – und muss nach Shitstorm den Beitrag ändern

Link zum Artikel

Perisic richtet Worte an Sané – und erklärt, was er nach dem Bayern-Anruf tat

Link zum Artikel

Warum Whatsapp für das iPhone massiv überarbeitet werden muss

Link zum Artikel

FC Bayern stellt Perisic auf Instagram vor – viele Fans sind wütend

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Beliebter Kandidat sollte keine Sendezeit bekommen

Link zum Artikel

"Steh da wie ein Spacko" – Lena Meyer-Landrut kotzt sich bei ihren Fans aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Immer mehr Touristen betteln in Asien um Geld – in Bali schreiten jetzt die Behörden ein

Auf Twitter kursieren derzeit zahlreiche Bilder von Backpackern, die in asiatischen Ländern wie Vietnam, Thailand und Indonesien um Geld betteln. Nun gehen die balinesischen Behörden gegen die unbeliebten Bettler vor.

Destinationen wie Bali, Thailand oder Vietnam gelten als Backpacker-Paradies. Einige der Reisenden scheinen aber nicht das nötige Kleingeld dafür zu haben. Statt zu arbeiten oder zurückzufliegen, setzen sich einige der Touristen auf die Strasse und betteln um Geld – und empören damit gerade die Netzgemeinschaft.

"In einem Land, in dem 220 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben, bettelt dieser junge Herr mit einer Wasserflasche um Geld, damit er um die Welt reisen kann", empörte sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel