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Ehe für alle: Bäcker verweigert Hochzeitstorte – ein Londoner Gericht gibt ihm Recht 😕

Ein britischer Bäcker verweigert einem schwulen Paar die Hochzeitstorte. Nun hat das Oberste Gericht geurteilt. Der Bäcker war im Recht.

Der Fall in 3 Akten.

Der Fall

In den USA gab es bereits ein höchstrichterliches Urteil zur Verweigerung einer Tortenbestellung durch einen Homosexuellen, nun hat auch Großbritanniens Oberster Gerichtshof in einem ähnlichen Fall gegen den homosexuellen Kunden entschieden. Das nordirische Familienunternehmen Ashers Baking Company habe sich nicht der Diskriminierung schuldig gemacht, als es die Torten-Bestellung von Gareth Lee, einem Vorkämpfer für die Homo-Ehe, nicht annahm, entschied das Gericht am Mittwoch in London.

Das Liebespaar

Lee hatte im Juni 2014 bei einer Bäckerei der katholischen Familie McArthur eine Torte mit einem Bild der Sesamstraßen-Figuren Ernie und Bert und dem Slogan "Unterstützt die Homo-Ehe" bestellt. Firmenchef Daniel McArthur, der sechs Bäckereien mit knapp 80 Mitarbeitern betreibt, verweigerte die Ausführung der Bestellung mit dem Argument, dass die Botschaft der Torte seinem Verständnis des christlichen Glaubens widerspreche.

Lee erhielt sein Geld zurück, wollte sich mit der Zurückweisung aber nicht abfinden und klagte. Er sah sich durch McArthurs Weigerung wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert.

Das Urteil – "zutiefst erniedrigend"

Das Oberste Gericht wies seine Argumentation nun zurück. Zwar sei es "zutiefst erniedrigend und gegen die menschliche Würde, einer Person eine Dienstleistung wegen ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer Behinderung, sexuellen Orientierung, Religion oder Überzeugungen zu verwehren", stellte Richterin Brenda Hale klar. Dies sei hier aber nicht der Fall. Die Bäckerei habe die Ausführung der Bestellung nicht wegen Lees sexueller Orientierung, sondern wegen der für die Torte vorgesehenen Botschaft abgelehnt.

Die Reaktionen

Der einflussreiche britische Aktivist für die Rechte Homosexueller, Peter Tatchell, begrüßte die Gerichtsentscheidung als "Sieg der Meinungsfreiheit". Auch wenn er die Homo-Ehe grundlegend anders bewerte als die Familie McArthur, "sollten in einer freien Gesellschaft weder sie noch irgendjemand sonst gezwungen werden, eine politische Vorstellung zu unterstützen, die sie ablehnen", erklärte Tatchell. Das Urteil bedeute, dass Firmen auch eine Beteiligung an "sexistischen, fremdenfeindlichen oder schwulenfeindlichen Botschaften" ablehnen dürften.

(dpa, afp, rtr)

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