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Schneechaos in Österreich – und dieser Hamburger steckt mittendrin

Dirk Wilberg hat noch nie solche Schneemassen erlebt. Das ist eigentlich kein Wunder, denn der Unternehmer ist erst im Sommer aus Hamburg ins österreichische Leogang gezogen. Den Regen aus der Hansestadt wollte er damals eintauschen gegen die Frische im Salzburger Oberland. Jetzt lernt er eben auch dessen Schneeberge kennen. Was allerdings ein Wunder ist, so erzählt der eingeschneite Wilberg watson: "Auch all meine neuen Nachbarn haben selten so viel Weiß auf einem Haufen gesehen".

Der 43-Jährige lebt seit Tagen mitten im gerade viel beschriebenen Schneechaos der Alpen. Und deshalb hat er entschieden, selbst mit frischem hanseatischen Blick "aus dem Auge des Wintersturms" zu berichten: Eigentlich hält Wilberg zwar nichts von Insta-Stories, die meisten seien "so spannend wie ein Goldfischglas". Aber wegen des meterhohen Schnee-Irsinns macht der Neu-Österreicher eben eine Ausnahme.

So sieht das dann aus

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Wilbergs Videos zeigen: Alle Wege in den Rest der Welt sind abgeschnitten, das Auto liegt unter Metern an Weiß begraben und das Dach ächzt unter den Massen. Nein, die Insta-Story von @rocksupertoy hat wirklich so gar nichts von einem Goldfischglas.

Ein Hamburger unter Massen an Schnee:

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Wilbergs Bilder kommen direkt aus den Alpen, wo das Wetter seit Jahrzehnten nicht mehr so heftig eskaliert ist. Der Lawinenwarndienst Salzburg hat für viele Skigebiete die höchste Lawinengefahr ausgerufen. Auf Autobahnen gibt es kilometerlange Staus, wenn sie überhaupt befahrbar sind. 

Zahlreiche Touristen, Anwohner, ganze Dorfschaften in den Alpengebieten sind von der Außenwelt abgeschnitten. Auch Wilberg kommt mit seiner Familie kaum mehr weg, zum Glück arbeitet er aus dem "Alpen Office", wie er erzählt und die Schule seines Kinds sei nur einige Straßen weiter. Mindestens bis Freitag soll es weiterschneien, ein halber Meter Neuschnee wird noch dazukommen.

Und so sieht der Eingeschneite aus (und die Türe seines Autos):

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"Die richtigen Probleme werden einem erst als Anwohner und vor Ort klar", erzählt Wilberg watson. "Erst brauche ich drei Stunden, um den Schnee vom Auto zu schaufeln, dann muss ich noch einmal den Parkplatz freischaufeln, und dann muss ich schauen, wo ich all den Schnee überhaupt hinschaufeln soll." Ein Schaufel-Irrsinn.

Die Nachbarn verbringen außerdem gerade einen Großteil ihrer Zeit auf dem Dach, um dort kleine Mini-Lawinen loszutreten. "Die Kletterei ist aber bei meinem Haus zu gefährlich", sagt Wilberg. Die Vermieterin habe deshalb schon den Dachdecker gerufen, aber natürlich sind die wenigen Betriebe selbst völlig überlastet. "Es knarzt dann schon ganz schön bedrohlich, wie viel das wohl aushält?", fragt er sich.

Sorgen macht sich Wilberg trotzdem eher um seine Nachbardörfer, die völlig von der Außenwelt abgeschnitten sind. Darunter sind auch große Touristen-Orte – "irgendwann werden auch deren Lebensmittel-Regale leer sein", erzählt er. Und auch am Wochenende soll es weiterschneien.

Wilberg selbst bleibt noch gelassen: "Klar, der weggeschaufelte Schnee von der Straße türmt sich meterhoch vor meinem Haus, aber da hab' ich mit meinem Nachwuchs schon eine Höhle reingebaut. Das alles kann ja auch Spaß machen"

(mbi)

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Video: watson/teamwatson

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