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Duisburg-Profi erfindet Playstation-Koffer – und die Weltstars stehen Schlange

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Marvin Bakalorz von Hannover 96 war der Erste, der ihn hatte. Raheem Sterling hat einen, Roberto Firmino hat einen, Marko Arnautovic auch. Die Rede ist vom "Indicase".

Der "Indicase" ist ein Playstationkoffer. Mit integriertem Bildschirm und Stromanschluss, damit man überall auf der Welt seine Lieblingsgames zocken kann. Ob FIFA, Fortnite oder Call of Duty. Das kommt vor allem bei Fußballstars gut an. 

"Die Idee, einen Gamingkoffer zu entwickeln, hatte Moritz", erzählt Benjamin Reichert, einer der Geschäftsführer von der Firma "Indigaming", die den "Indicase" vertreibt, im Gespräch mit watson. 

Mit Moritz meint Reichert Fußballprofi Moritz Stoppelkamp, der aktuell beim MSV Duisburg spielt und gleichzeitig ebenfalls einer der Geschäftsführer von "Indigaming" ist.

02.12.2018, Fussball GER, Saison 2018 2019, 2. Bundesliga, 15. Spieltag, MSV Duisburg - Holstein Kiel 0:4, v.li., Moritz Stoppelkamp (MSV Duisburg), John Verhoek (MSV Duisburg) DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. *** 02 12 2018 Football GER Season 2018 2019 2 Bundesliga 15 Matchday MSV Duisburg Holstein Kiel 0 4 v li Moritz Stoppelkamp MSV Duisburg John Verhoek MSV Duisburg DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Team2

Moritz Stoppelkamp (l.) ist 32 Jahre alt und spielt aktuell beim Zweitligisten MSV Duisburg. Bild: imago/Team 2

Benjamin Reichert hat bis vor ein paar Jahren auch noch mit dem Fußballspielen sein Geld verdient. Der 35-Jährige spielte von 2002 bis 2012 bei Rot-Weiß Oberhausen. Aus dieser Zeit kennt er Stoppelkamp: "Moritz ist als junger Spieler vor knapp zehn Jahren zu uns nach Oberhausen gewechselt, wir haben uns gut verstanden und sind gute Freunde geworden", erinnert er sich.

Bildnummer: 10454896  Datum: 21.04.2012  Copyright: imago/Martin Hoffmann
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Benjamin Reichert im Jahr 2012. Nach seiner Zeit in Oberhausen, beendete er seine aktive Karriere 2013 beim Wuppertaler SV. bild: imago

Auf der Firmenwebseite beschreibt sich das Unternehmen mit Sitz in Ibbenbüren (knapp 20 Kilometer westlich von Osnabrück) als "eine Gruppe passionierter Gamer". 

Mit dem "Indicase" hat die Firma eine Marktnische besetzt, – von der vielleicht vorher kaum jemand wusste, dass sie überhaupt existiert.

Werbung für ihr Produkt mache die Firma "Indigaming" aktuell gar nicht. Die "Mund-zu-Mund-Propaganda" der Stars reiche aktuell aus.

Den Stars gefällt's – und sie machen in den sozialen Netzwerken kräftig Werbung, was wiederum "Indigaming" gefällt. 

Sonderwünsche wie Folierungen von Konsolen sind Teil des Konzepts.

Benjamin Reichert kennt Moritz Stoppelkamp kennt Ingo Böhm

Neben Reichert und Stoppelkamp ist auch Ingo Böhm Teil von "Indigaming". Er leitet die Geschäfte in Vollzeit, hat zuvor bei einem Elektronik-Einzelhändler gearbeitet. Böhm kenne Moritz Stoppelkamp aus der Zeit, in der der Profi beim SC Paderborn spielte. Als er sich nach seinem Wechsel nach Ostwestfalen mit neuer Heimelektronik eindeckte, sei er von Böhm beraten worden, der schließlich auch alles im Hause Stoppelkamp installiert habe.

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So sieht der Playstationkoffer aus, wenn er mit der sogenannten "Trolley Option" ausgestattet ist. bild: indi gaming

"Ingo hat das nötige technische Verständnis und ich habe viel Erfahrung, was eSports betrifft", erklärt Reichert, der schon jahrelang selber Computerspiele zockt, angefangen habe er mit dem Shooter "Quake".

"Meine beiden großen Brüder sind bis heute im eSport vertreten, 1997 haben wir zusammen den Clan 'SK Gaming' gegründet."

Die Reichert-Brüder sind seit Jahren in der Gamingwelt verwurzelt. Der Clan ist vor allem ist für seine Erfolge in Counter-Strike-Turnieren bekannt.

Benjamins Bruder Tim ist eSport-Chef bei Schalke 04, Ralf Reichert ist Mitgründer der ESL (Electronic Sports League). Davon profitiert auch "Indigaming": "Wir tauschen uns aus, sie geben mir viele Tipps".

Auch mithilfe dieses Wissens haben Reichert, Stoppelkamp und Böhm den "Indicase" auf die Bedürfnisse von Konsolenzockern zugeschnitten: Man kann den Koffer in verschiedenen Größen bestellen, es gibt ihn mit 22- oder 24-Zoll-Bildschirm, alle Varianten der Playstation sind aktuell kompatibel.

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bild: indi gaming

"Patentierte Schaumstoffteile sorgen dafür, dass im Koffer nichts verrutscht und alles gut geschützt ist. Das Innenleben ist jeweils passgenau auf die jeweilige Konsole zugeschnitten – super robust, nichts wackelt", schwärmt Benjamin Reichert vom eigenen Produkt. 

Der "Indicase" wiegt je nach Größe zehn bzw. zwölf Kilogramm. "Controller und Playstation passen perfekt rein. Es gibt ein Kabelfach, ein Induktionsladegerät fürs Smartphone, drei USB-Ports“, zählt Reichert die Features auf, "in Zukunft soll es auch noch einen Akku geben, dann braucht man nicht einmal mehr einen Stromanschluss."

Ritterschlag: Auch eSport-Vereine sind heiß auf den Konsolenkoffer

Der Monitor sei "ein richtiger Gamingmonitor". Reichert erklärt, dass dies für Leute, die auf hohem Niveau oder gar bei Wettbewerben zocken, ein Mehrwert sei. Die Bildqualität sei viel besser als auf einem Fernseher.

Und so seien auch schon eSports-Vereine auf den Konsolenkoffer aufmerksam geworden, der sich hervorragend als Trainingsgerät für Spieler eignet – ob nun auf Reisen oder zur Vorbereitung auf Turnieren. Das ist der Ritterschlag fürs Produkt, wenn man so will.

"Wenn die eSport-Vereine auf uns zukommen und unser Produkt annehmen, dann haben wir echt was Cooles geschaffen."

Benjamin Reichert ist stolz auf das bisher Erreichte.

Doch es gibt laut Reichert immer noch Dinge zu verbessern. Aktuell arbeite man daran, auch andere Konsolen kompatibel zu machen. Und, was ihm noch viel wichtiger ist: Es gehe nicht darum, den Playstationkoffer an möglichst viele große Fußballstars zu verkaufen, sondern an die breite Masse. "Wir wollen Gamer, eSportler und Zocker auf der ganzen Welt begeistern und verbinden. Das ist unser Ziel."

(as)

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Video: watson/Benedikt Niessen, Gavin Karlmeier

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