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Spiel fällt aus wegen "Is' nich'!" Bild: imago/HEIMSPIEL.media

Club täuscht Tod eines Spielers vor – und 3 weitere kuriose Spielabsagen

Der irische Drittligist Ballybrack FC hat ein absurdes Schauspiel inszeniert, um eine Spielabsage zu provozieren.

Der Amateurverein vermeldete den Tod des Spielers Fernando Nuno La Fuente – doch der zeigte sich wenig später ziemlich lebendig.

Freunde und Kollegen hätten ihn angerufen, berichtete der Spanier:

"So habe ich herausgefunden, dass ich angeblich tot bin."

Nuno La Fuente nahm's mit Humor. "Irish Times"

Hintergrund: Es sollte um jeden Preis verhindert werden, dass das Team bei Arklow Town aufläuft, – was dann auch gelang. Makaber!

La Fuente, der zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr bei Ballybrack aktiv war, wusste, dass sein Name genutzt werden soll, um eine Verschiebung der Partie zu erreichen. Allerdings war zunächst von einem erfundenen Beinbruch die Rede.

Doch das schien Ballybrack nicht genug: Vor den Partien der Liga wurden sogar Schweigeminuten abgehalten, La Fuente musste danach etliche Familienmitglieder und Freunde beruhigen. Der Verein hat sich mittlerweile öffentlich entschuldigt – aber verriet immer noch nicht, warum genau der Meisterschaftskandidat nicht antreten wollte. 

Auch diese 3 Spielabsagen aus der Vergangenheit waren total kurios:

Sexismus im Winter

Anfang März 2018. In Berlin ist es kalt. Der Berliner Fußball-Verband (BFV) verkündete: "Alle Spiele der Frauen, Seniorinnen und der weiblichen Jugend werden witterungsbedingt abgesagt."

Der BFV teilte aber auch mit: "Die Spiele der Herren, Senioren (...) sowie der männlichen Jugend finden wie angesetzt statt."

Männer und Jungen haben mit der Kälte und gefrorenen Plätze keine Probleme? Frauen aber bibbern so sehr, sind so zart, dass sie nicht kicken sollen? Voll klar! Die Ausrede: Die Entscheidung traf der Ausschuss für Frauen- und Mädchen-Fußball selbst. Sowohl bei den männlichen, als auch bei den weiblichen Spielern stieß diese Entscheidung auf Unverständnis. ("tagesspiegel.de")

Die vergessene Bombenattrappe

Im Mai 2016 kam es in der Premier League wegen einer vermeintlichen Bombe zur Absage der Premier-League-Partie Manchester United gegen Bournemouth. Mitarbeiter eines Security-Unternehmens, die mit Sprengstoffsuchhunden im Stadion übten, hatten zuvor im "Old Trafford" eine Bombenattrappe vergessen. 

Es folgte ein Großeinsatz: Knapp 60.000 Zuschauer wurden kurz vor Anpfiff evakuiert. Nach der Entdeckung des verdächtigen Päckchens kreisten Hubschrauber über der Arena. Bombenspezialisten führten eine kontrollierte Sprengung durch ("Sport Bild").

Grippewelle in Aachen

Im Februar 2013 hatte eine Grippewelle insgesamt 18 (!) Spieler des damaligen Drittligisten Alemannia Aachen außer Gefecht gesetzt. Und zwar binnen einer Nacht: Von Donnerstag auf Freitag.

Problem an der Sache: Am darauffolgenden Samstag stand ein Spiel beim FC Rot-Weiß Erfurt an. Die Alemannia reichte dann gemäß den Durchführungsbestimmungen die erforderlichen ärztlichen Atteste beim DFB ein.

Bis Freitagabend, 18 Uhr, stand eine endgültige Entscheidung des DFB noch aus. Die Mühlen der Fußballbürokratie mahlen halt langsam.

Doch dann ging alles ganz fix: "Antrag auf Absetzung der Partie gemäß § 15 der DFB-Durchführungsbestimmungen (Absetzung wegen Erkrankung von Spielern) nach intensiver Prüfung stattgegeben."  ("alemannia-aachen.de")

(as/sid)

Was Rooney, Torres, Drogba und Co. heute gekostet hätten

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Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner

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