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Dank Hopp – die erstaunliche Solidarisierung der Bayern-Ultras mit BVB-Fans

Fußball-Traditionalisten – und da tummeln sich bei Borussia Dortmund einige – werden es nicht gerne hören: Zwischen dem BVB und Dorfverein TSG Hoffenheim hat sich mittlerweile eine handfeste und unterhaltsame Rivalität entwickelt.

Und die zeigt sich auch sportlich: Hoffenheim besiegte Dortmund am 34. Spieltag der letzten Saison und zog so noch in die Champions League ein. Unvergessen auch der letzte Spieltag der Saison 2012/13: Hoffenheim gewinnt in Dortmund, Kevin Großkreutz als Aushilfstorwart kann einen Elfmeter nicht halten und die TSG rettet sich in die Relegation. 

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Großkreutz versucht, die Hoffenheimer in die Zweite Liga zu halten.  Bild: imago sportfotodienst

Auch in dieser Saison könnte das Spiel gegen den Dorf-Club schicksalsträchtig für den BVB gewesen sein. Eine 3:0-Führung gaben die Schwarz-Gelben her und spielten noch 3:3. Das sind zwei verlorene Punkte, die die Mannen um Lucien Favre im Hinblick auf Verfolger Bayern München noch öfters um den Schlaf bringen dürften.

Noch brisanter macht das Duell die Abneigung der BVB-Ultras gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Als die Kraichgauer mit dem Geld des Milliardärs vor zehn Jahren in der Bundesliga antraten, wurden sie von einigen Dortmund-Fans mit einem Plakat begrüßt: Darauf ein Fadenkreuz über Hopps Konterfei. 

DFB-Sportgericht drohte mit Punktabzug

Während andere Fan-Gruppierungen ihren Protest gegen Hoffenheim zurückfuhren, blieben die Dortmunder hart und bezeichneten Hopp auf Bannern unter anderem als "Hurensohn".

Vor dem aktuellen Spieltag drohte Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, sogar mit Punktabzug, sollte beim Spiel am Wochenende etwas Vergleichbares vorfallen.

Die größte Ultra-Gruppe "The Unity" reagierte daraufhin mit einem vielsagenden Banner, der klar in Richtung Dietmar Hopp adressiert war:

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"Trotz Verboten, Anzeigen und Sirenen: Du bist und bleibst es! Jeder weiß es!" Bild: imago sportfotodienst

Das Feindbild Hopp scheint sogar auszureichen, um eine über Jahrzehnte gewachsene Rivalität der Fanlager für den Moment vergessen zu machen. Denn jetzt solidarisieren sich sogar die Bayern- mit den Dortmund-Fans.

Gegen Schalke 04 zeigte die Bayern-Ultragruppe Schickeria folgendes Banner:

Fans (FC Bayern Muenchen) mit Spruchband, Botschaft, FC Bayern Muenchen vs. FC Schalke 04, Fussball, 1.Bundesliga, 09.02.2019, DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Muenchen Bayern Deutschland *** Fans FC Bayern Muenchen with banner message FC Bayern Muenchen vs. FC Schalke 04 football 1 Bundesliga 09 02 2019 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Muenchen Bayern Germany Copyright: xkolbert-press/ChristianxKolbertx

"Die Kurve bleibt dreckig, der Ton bleibt scharf, Punktabzug wegen den Fans? Leckt uns doch am Arsch." Bild: imago sportfotodienst

Das ist wohl ein Paradebeispiel für das Credo: In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Auch die Bayern-Fans äußerten sich immer wieder kritisch gegenüber DFL und DFB und fürchten wohl eine Bevormundung der Kurven. 

Es wird spannend zu beobachten sein, wie die DFL beim nächsten verbalen Ausfall der Bayern-Fans reagieren wird.

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"30.000 Zuschauer als Sitzschalen verkleidet" – so wurde das El Plastico gefeiert

RB Leipzig gegen TSG Hoffenheim. Der Tabellenvierte gegen den Tabellenachten. An einem Montagabend. Die überhaupt erst siebte Begegnung dieser beiden Teams lockte immerhin noch um die 33.000 Zuschauer in die Leipziger Arena.

Während die Zuschauer im Stadion ein von Taktik geprägtes 1:1 zu sehen bekamen, bestachen die Fans der anderen Vereine mit Schadenfreude über das als "El Plastico" verschriene Duell.

Und weil wir Schadenfreude lieben, wollen wir euch diese natürlich nicht vorenthalten.

(bn)

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