Sport
joie des joueurs du Bresil apres le but de Marcelo (Bresil) FOOTBALL : Japon vs Bresil - Match Amical - Lille - 10/11/2017 JBAutissier/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL

Die Brasilianer sind wieder da. Bild: imago sportfotodienst

Der Angstgegner ist zurück –  was Brasilien seit dem 1:7 verändert hat

8. Juli 2014. Das WM-Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland war bereits nach einer knappen halben Stunde entschieden. Es ging mit 5:0 für Deutschland in die Pause, am Ende stand ein historischer 7:1-Sieg. Denn eigentlich ist Brasilien statistisch gesehen einer der Angstgegner der deutschen Nationalmannschaft: Insgesamt gab's bisher sechs Pflichtspiele zwischen Deutschland und Brasilien, von denen die DFB-Elf nur dieses eine gewinnen konnte.

Die Torschützen des WM-Halbfinals 2014

0:1 Müller (11.)
0:2 Klose (23.)
0:3 Kroos (24.)
0:4 Kroos (26.)
0:5 Khedira (29.)
0:6 Schürrle (69.)
0:7 Schürrle (79.)
1:7 Oscar (90.)

Der Schmerz über das Halbfinal-Aus bei der WM im eigenen Land sitzt immer noch tief, die Niederlage ist im kollektiven Fußball-Gedächtnis der Brasilianer fest verankert. "Gol de Alemanha" ("Tor für Deutschland") ist in Brasilien zum geflügelten Wort geworden, steht mittlerweile für alles, was schiefgeht.

"Das 7:1 ist ein Gespenst. Es ist passiert und es ist weiter präsent, die Wunde ist noch immer offen."

Brasiliens neuer Trainer Tite im Interview mit dem "Kicker" (Montagsausgabe)

Knapp vier Jahre nach der Halbfinal-Schmach hat sich die "Seleção" rehabiliert.

Die ersten zehn Freundschaftsspiele nach der WM gewann Brasilien. 2016 holte die Mannschaft olympisches Gold in Rio (6:5 n.E. gegen Deutschland), vor knapp einem Jahr qualifizierte sich Brasilien – neben Gastgeber Russland – als erstes Land für die Weltmeisterschaft.

Heute Abend (20.45 Uhr) gibt's im Berliner Olympiastadion die Neuauflage des Halbfinals von 2014 – allerdings nur als Testspiel. Ganz ohne Druck. Während Jogis Jungs einfach nur ein bisschen für die WM testen wollen, ist der Rekord-Weltmeister auf Wiedergutmachung aus. Wir erklären euch, was sich seit der Schmach von Belo Horizonte bei den Brasilianern grundsätzlich verändert hat. 

Der Trainer: Tite

Tite ist schon der zweite Trainer seit dem 7:1, das noch Luiz Felipe Scolari zu verantworten hatte. Sechs Tage nach dem Debakel trat Scolari zurück. Auf ihn folgte Carlos Dunga, der dann aber 2016 nach dem Ausscheiden aus der Copa América entlassen wurde.

Tite

Tite ist seit dem 16. Juni 2016 Trainer der Seleção Bild: imago sportfotodienst

Der 56-jährige Tite musste1989 seine aktive Fußballkarriere wegen einer Verletzung beenden. Seit 1990 arbeitet er als Trainer. Besonders erfolgreich war er bei seiner letzten Station, bevor er Nationaltrainer wurde: Mit Corinthians holt er zwei brasilianische Meisterschaften (2011 und 2015), 2012 gewann er die FIFA-Klub-WM und die Copa Libertadores.

Das sind die 6 statistischen Angstgegner der Nationalelf

Tite scheint einen klaren Plan für die WM zu haben: Bereits im Februar benannte er 15 Spieler, die auf jeden Fall nach Russland mitfahren werden.

Diese 15 Spieler nimmt Tite auf jeden Fall mit nach Russland (wenn sie fit bleiben):

Marcelo, Casemiro (beide Real Madrid); Neymar, Dani Alves, Thiago Silva, Marquinhos (alle PSG); Gabriel Jesus, Fernandinho (beide Manchester City); Philippe Coutinho, Paulinho (beide Barcelona); Miranda (Inter Mailand); Willian (Chelsea); Roberto Firmino (Liverpool); Alisson (AS Rom); Renato Augusto (Beijing Guoan).

Tite lässt in einem variablen 4-1-4-1-System spielen. Er setzt dabei sowohl auf Youngster wie Gabriel Jesus, als auch auf alte Hasen wie Miranda (33) und Dani Alves (34).

Entzug von der Neymar-Abhängigkeit

Tite setzt auch darauf, dass das Team – anders als 2014 – nicht so sehr von Neymar abhängig ist. Dafür lUnd das könnte sich schon jetzt auszahlen, denn der PSG-Stürmer ist zurzeit verletzt. Es ist sogar fraglich, dass er zum WM-Start in 79 Tagen wieder fit ist.

2014 fiel Neymar nach einem Lendenwirbelbruch, den er im Viertelfinale gegen Kolumbien (2:1) erlitt, für den Rest des Turniers aus. Der Schock darüber wurde nur noch vom 7:1 gegen Deutschland übertroffen...

Hier bricht Juan Zúñiga Neymar einen Lendenwirbel

abspielen

Video: YouTube/SoloenRD

Fast unendliche Varianten im Sturm

Bild

Gabriel Jesus ist die pure Spielfreude. Bild: imago sportfotodienst

Klar, wenn Neymar fit ist, dann wird er auch spielen. Aber für den Fall, dass er nicht spielen kann, hat Tite eine beneidenswerte Auswahl an Offensivspielern.

2014 hießen die Stürmer noch Fred, Jô und Hulk. Aus diesem WM-Trio traf lediglich Fred – in der Vorrunde gegen Kamerun. Aus einem Meter. Per Abstauber.

Freds Aktionsradius im WM-Halbfinale gegen Deutschland

Jetzt stehen Philippe Coutinho, der in der laufenden Saison in 32 Pflichtspielen 15 Tore schoss und 10 Vorlagen gab, Gabriel Jesus (32 Spiele/11 Tore/5 Vorlagen) und Roberto Firmino (42/23/13) im Kader.

Auch Talisca, Willian und Douglas Costa können hinter den Spitzen bzw. auf den Flügeln für ordentlich Torgefahr sorgen. 

Brasilien hat jetzt sogar gute Torhüter

Brasilien exportiert seit Jahrzehnten einige der besten und feinsten Fußballer. Aber man konnte sich eigentlich immer darauf verlassen, dass die brasilianischen Torhüter eher Mittelmaß sind.

Bei der 2014er 7:1-Schmach stand Julio Cesar (eigentlich auch kein schlechter) im Tor, der hatte allerdings 2014 seine besten Tage bereits hinter sich, stand damals beim FC Toronto unter Vertrag.

Und jetzt? Haben sie plötzlich Ederson und Alisson!

Allison und Ederson

Allison (As Roma) und Ederson (Manchester City) Bild: imago

Ederson spielt bei Manchester City, kam vor der Saison für 40 Millionen Euro von Benfica Lissabon. Ein mitspielender Torwart, der immer wieder in Citys Passstaffetten eingebunden wird. Beim 4:1-Sieg gegen Tottenham in der Liga spielte er 26 erfolgreiche Pässe. Mehr als Tottenhams Christian Eriksen (24) und Dele Alli (17). Außerdem zählen punktgenaue Abstöße zu seinen Stärken.

Alisson Becker vom AS Rom vereint in seinem Namen brasilianisches Ballgefühl und deutsche Torwartkunst. In 29 Serie-A-Spielen blieb er zwölfmal ohne Gegentor, in der Champions League viermal in acht Spielen.

Nur Alisson Beckers Geburtsort Novo Hamburgo (Neu Hamburg) lässt Zweifel an seiner fußballerischen Klasse aufkommen...

Doch wer ist der Hüne, der zurzeit beim AS Rom zwischen den Pfosten steht? Vor einigen Wochen kannte ihn fast keiner, mittlerweile ist er sogar von Real Madrid umworben. "Die Königlichen" boten 60 Millionen Euro für Alisson, das würde ihn zum teuersten Torwart aller Zeiten machen – vor Gigi Buffon und seinem Seleção-Konkurrenten Ederson.

Das könnte dich auch interessieren:

Gottschalk über Helene Fischer und Florian Silbereisen: "Hatte immer schlechtes Gefühl"

Link zum Artikel

In Berlin gab es eine Notlandung mit mehreren Verletzten

Link zum Artikel

Nach Höcke: ZDF will auch künftig über das berichten, was "AfD nicht gerne im Fokus sieht"

Link zum Artikel

Kontakt mit 2 Bundesliga-Stars – warum der FCB trotz allem keinen Lewandowski-Backup holte

Link zum Artikel

Barça-Keeper vor Linie: Wieso der VAR bei größter BVB-Chance nicht eingriff

Link zum Artikel

Diese Szenen zeigen: Nicht mal die Experten sind von der Hartz-IV-Show "Zahltag" überzeugt

Link zum Artikel

"Steh auf" – Rammstein-Sänger verstört Fans mit Video

Link zum Artikel

Luke Mockridge traf Kiwi kurz vor ZDF-Auftritt: Er täuschte beim "Fernsehgarten" alle

Link zum Artikel

Torwart-Zoff: Hoeneß hat mit einer Sache recht – doch er wird dem FC Bayern schaden

Link zum Artikel

Dagmar Michalsky wurde mit 58 schwanger – bei Lanz spricht sie von "neun Monaten Horror"

Link zum Artikel

Helene Fischer und Thomas Seitel: Polizei spricht von Einsatz auf ihrem Anwesen

Link zum Artikel

Brief ans Jobcenter: Hört auf, meine über 60-jährige Mutter in Jobs zu drängen

Link zum Artikel

Hai pirscht sich an ahnunglosen Surfer heran: Dann kommt Hilfe – von oben!

Link zum Artikel

7 Zitate, die zeigen, wie "bürgerlich" Alexander Gauland wirklich ist

Link zum Artikel

"Hart aber Fair": Altmaier warnt vor "Klimapolizei" – und wird von Aktivistin verspottet

Link zum Artikel

Tiere: 11 Fotos, die zeigen, wie lustig es in der Natur manchmal zugeht

Link zum Artikel

Helene Fischer verdient an "Herzbeben" – Songwriterin verrät, was sie für den Hit bekam

Link zum Artikel

Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg: Favre merkt nicht, dass Mikro schon an ist

Link zum Artikel

Lena rappt über Sex mit sich selbst bei "Gemischtes Hack"

Link zum Artikel

Luke Mockridge über die Folgen seines ZDF-Auftritts: "Meine Eltern erhielten Hassbriefe"

Link zum Artikel

Alleinerziehend mit Hartz IV: Achtjährige sammelt Flaschen, um Taschengeld zu bekommen

Link zum Artikel

Luke Mockridge macht Andrea Kiewel in seiner Show ein Angebot – die blockt ab

Link zum Artikel

Hartz-IV-Show "Zahltag": Wie die Sendung falsche Hoffnungen schürt

Link zum Artikel

Krankenschwester warnt bei Maischberger: "Wir laufen auf eine riesige Katastrophe zu"

Link zum Artikel

"Zahltag": Buschkowsky erklärt, warum ein Geldkoffer Hartz-IV-Empfängern nicht hilft

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Nicht nur Zigaretten in den Stutzen – das sind die legendärsten Walter-Frosch-Geschichten

9. September 2007: Walter Frosch – allein der Name ist schon Kult. Der Mann dahinter mit Walross-Schnauz, lockerem Mundwerk und beinharten Grätschen gehört zu den schrägsten Vögeln der Bundesliga-Geschichte – und ist mitverantwortlich für die Einführung von Gelb-Sperren.

Wer beim FC St.Pauli ein Kultspieler werden will, der muss sehr speziell sein.

Walter Frosch ist so einer, der die Herzen der Fans im Sturm eroberte. "Ein Vorbild, das soff und rauchte", titelte die "Welt" nach seinem Tod im November 2013. Von 1976 bis 1981 kickte der Verteidiger für St.Pauli und wurde 2008 von den Lesern des "Hamburger Abendblatt" in die Jahrhundert-Elf des Klubs gewählt.

Über 25 Jahre nach seinem letzten Profiauftritt für den Hamburger Verein läuft er wieder einmal am …

Artikel lesen
Link zum Artikel