Wirtschaft

Jetzt auch Opel – Diesel-Razzia wegen Betrugsverdachts

Wegen eines konkreten Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Dieselautos durchsucht die Polizei Geschäftsräume des Herstellers Opel. Das hessische Landeskriminalamt bestätigte am Montag laufende Aktionen. Laut "Bild.de" ist bei möglicherweise rund 95.000 Dieselfahrzeugen die Software unzulässig beeinflusst worden.

Im Juli hatte das Bundesverkehrsministerium in Berlin "eine amtliche Anhörung gegen Opel" wegen drei Fahrzeugmodellen bestätigt. Opel wird Berichten zufolge verdächtigt  – wie bereits andere Autobauer – die Abgasreinigung manipuliert zu haben.

Opel sollte sich demnach zur Funktionsweise einer Abschalteinrichtung äußern. Mit einer solchen Funktion kann die Reinigung von Abgasen in bestimmten Fahrsituationen oder -bedingungen wie etwa niedrigeren Temperaturen oder Drehzahlen verringert werden. "Vor dem Ergebnis dieser Anhörung kann zur Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung noch nichts abschließend gesagt werden", hatte ein Ministeriumssprecher damals gesagt.

Autobauer begründen Anschalteinrichtungen mit dem sogenannten Motorschutz vor allem bei Kälte oder Hitze. Bei vielen Modellen gibt es aber Zweifel daran, ob dies wirklich notwendig ist. Wenn die Abgasreinigung nicht richtig arbeitet, stoßen die Diesel mehr gesundheitsschädliche Stickoxide aus. Da Luft-Grenzwerte in vielen Städten überschritten sind, drohen Fahrverbote für Dieselautos.

(sg/dpa)

Zum Glück nichts passiert: Überschlagsimulator-Test

Video: watson/Marius Notter, Johanna Rummel

Stockfotos von seriösen Geschäftsmännern:

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

BGH bestätigt Mord-Urteil für Berliner Autoraser

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Mordurteil im Berliner Raserfall bestätigt. Der BGH verwarf am Donnerstag die Revision eines der beiden Angeklagten gegen die Verurteilung des Landgerichts Berlin zu lebenslanger Haft, weil er bei einem illegalen Rennen einen tödlichen Unfall verursacht hatte. Das Mordurteil gegen den zweiten Angeklagten hoben die Bundesrichter dagegen auf. Vor zwei Jahren hatte der BGH ein erstes Mordurteil noch komplett gekippt.

Die damals 24 und 26 Jahre alten Männer waren …

Artikel lesen
Link zum Artikel