Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Ein gigantisches Bällebad in L.A. sollte der Umwelt helfen – ging leider voll daneben

Zwischen 2012 und 2015 landeten rund 96 Millionen schwarze Plastikbälle in einem Trinkwasserreservoir in Los Angeles. Vielleicht erinnert sich jemand Bilder wie dieses:

Bild

Bild: Eric Garcetti/Wikimedia

Es war volle Absicht, dass Unmengen Plastik im Wasser landen – und dahinter steckte sogar eine gute Idee: Der Plan der örtlichen Politiker und Wasserversorger war, das Wasser im Staubecken mit den Kugeln vom Verdunsten abzuhalten. Doch wie sich nun herausstellt, war der Plan doch nicht ganz ausgereift: Eine gerade in Nature Communications veröffentlichte Studie legt nämlich nahe, dass es mehr Wasser gekostet hat, die Bälle herzustellen, als diese während der Hitzeperioden zurückhalten konnten.

Das war der eigentliche Plan:

Während der Dürrephase in Kalifornien sollten die Bälle die Wasseroberfläche schattig abschirmen, um die Verdunstung zu verringern. Die Kugeln sollten außerdem die Wasserqualität wahren und verhindern, dass sich Algen ausbreiten.

Zusätzlich sollten sie einer bestimmten chemischen Reaktion entgegenwirken: In Los Angeles wird das Trinkwasser gechlort, um Keime abzutöten. Von Natur aus sind aber auch Bromide darin. Zusammen können die Stoffe unter Sonneneinstrahlung zu Bromat reagieren. Und das gilt als krebserregend. Durch die Bälle sollte zudem der Chlorbedarf sinken.

Was hat das gebracht?

Ob sich das Algenwachstum verhindern ließ, ist nicht klar. Die Verdunstung konnten die Kugeln aber tatsächlich aufhalten. Behörden vor Ort schätzen, dass sich so jährlich bis zu 1,15 Millionen Kubikmeter Wasser einsparen ließen (Welt).

So einfach sei die Rechnung aber nicht, gibt das Team um Haghighi zu bedenken: Die Bälle werden aus Plastik hergestellt, für dessen Produktion Rohöl, Erdgas und Strom verbraucht würden. Die Gewinnung der Rohstoffe verbrauche genau wie die Erzeugung von Strom viel Wasser.

Der Haken:

Die Forscher, die die aktuelle Studie herausgegeben haben, sagen: Die Produktion der Bälle gleiche sich mit der Wasser-Ersparnis erst wieder aus, wenn die Bälle sehr lange im Wasser verbleiben.

Weil die Bälle nicht vor Ort produziert würden, sei der Wasserverbrauch für die Herstellung noch höher. Wären die Kugeln in Kalifornien hergestellt worden, wäre die Bilanz wesentlich besser. Seit Februar könnte sich die Bilanz zwar ins Positive gekehrt haben. Allerdings war die Dürre zu dem Zeitpunkt auch schon vorbei und ob die Kugeln auch bei normalem Wetter nützlich sind, muss sich erst noch zeigen.

Immerhin sind die Bälle derzeit keine Bedrohung für die Umwelt:

Was hältst du vom riesigen Bällebad? Schreib es uns in die Kommentare.

So viel Plastik verursacht ein Wocheneinkauf:

Das könnte dich auch interessieren:

Die coolste Socke gehört auf den "GoT"-Thron! #TeamTyrion

Link zum Artikel

Diesen ekligen Sitznachbarn im Flugzeug will keiner haben

Link zum Artikel

Diese Iranerin zog ihr Kopftuch aus und muss jetzt ein Jahr ins Gefängnis

Link zum Artikel

Wie Hartz IV meine Familie verändert hat

Link zum Artikel

E-Auto als Klimasünder? Neue Tesla-Studie sorgt für Wut – weil sie Mängel aufweist

Link zum Artikel

Böhmermann macht aus "GoT" die "Game of Shows" – mit Gottschalk und LeFloid

Link zum Artikel

"Junge Mädchen werden hier kaputtgefickt" – Ex-Prostituierte will Sexkaufverbot erreichen

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

Sri Lanka: Zahl der Todesopfer steigt auf 310 – Hinweise auf "Vergeltung" für Christchurch

Link zum Artikel

Influencerin geht in Neuseeland baden – und wird dafür abgestraft

Link zum Artikel

Defekte Displays – Samsung verschiebt weltweiten Verkaufsstart des Galaxy Fold

Link zum Artikel

An Hitlers Geburtstag legt die Schweiz die Nazi-Elf aufs Kreuz

Link zum Artikel

Der HSV wirbt mit seinen Fans – nur sind's keine Hamburger. Sondern Magdeburger!

Link zum Artikel

Sex-Szene bei "Game of Thrones" – die Fans flippen aus

Link zum Artikel

PAOK Saloniki wird erstmals seit 34 Jahren Meister – und die Ultras drehen völlig ab

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 7 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

"Wir sind nicht bei der WM!" Club aus Brandenburg hat 5 Regeln für Helikopter-Eltern

Link zum Artikel

"Game of Thrones": Ein beliebter Charakter lebt noch

Link zum Artikel

Getötete Journalistin in Nordirland: Militante Gruppe veröffentlicht Bekennerschreiben

Link zum Artikel

Erdbeben auf den Philippinen: Hier stürzt ein Hochhaus-Pool auf die Straße

Link zum Artikel

Der Cast von "Avengers: Endgame" hat das beste Musik-Remake des Jahres herausgebracht

Link zum Artikel

Findest du heraus, welche dieser traurigen Tier-Fakten stimmen?

Link zum Artikel

Dieses Rätsel ist so einfach, du wirst es niemals zugeben, wenn du es nicht lösen kannst

Link zum Artikel

Sie eiferte Steve Jobs nach – und wurde zur größten Betrügerin im Silicon Valley

Link zum Artikel

Bei der Hillsborough-Tragödie sterben 96 Fans – und werden dafür beschuldigt

Link zum Artikel

Trotz Verbots: Polnische Gemeinde verbrennt wieder antisemitische "Judaspuppe"

Link zum Artikel

Weil Erdogan kam, drang die Polizei in das Büro dieses Abgeordneten ein – jetzt klagt er

Link zum Artikel

Sri Lanka: Einheimische Islamisten sollen die Anschläge verübt haben

Link zum Artikel

Politiker-Lügen, Manager-Boni: Wir leben in einer schamlosen Zeit

Link zum Artikel

Erstes Foto von einem Schwarzen Loch – und das Internet so 🤷‍♀️

Link zum Artikel

So instrumentalisieren rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke

Link zum Artikel

Journalistin macht sich über Enissa Amani lustig – deren Fans starten eine Insta-Hetzjagd

Link zum Artikel

Militärdienst für die Jungs von BTS – das denken die K-Popstars darüber

Link zum Artikel

Exklusiv: 5 unangenehme Fragen an einen White Walker

Link zum Artikel

FPÖ provoziert mit "Ratten-Gedicht" über Geflüchtete – Kanzler Kurz: "abscheulich"

Link zum Artikel

Ukraine-Wahl: Komiker Selenskyj neuer Präsident

Link zum Artikel

Hartz-IV-Sanktionen in der Schulzeit: "Ich lebte von 30 Euro im Monat"

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Kritische Schwelle" erreicht: So heiß wird die Erde in den nächsten 5 Jahren

Überall in Europa haben Schüler bei Klimastreiks den "Klimanotstand" ausgerufen.

Und das offenbar nicht ohne Grund: Wie das britische "Met Office" am Mittwochabend bekannt gab, befindet sich unser Planet inmitten der wärmsten Dekade, welche die Erde seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850 erlebt. 

Die Weltwetterorganisastion (WMO) veröffentlichte am Mittwoch ebenfalls ihre neuesten Auswertungen. 

Die vergangenen vier Jahre waren nach Angaben WMO die wärmsten seit Beginn der …

Artikel lesen
Link zum Artikel