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Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Die irische Billigflieger-Airline Ryanair ist wegen eines Vorfalls in Barcelona am Freitag in die Kritik geraten. Auf einem Video, das auf Facebook kursiert, ist zu sehen, wie ein Streit zwischen zwei Passagieren der Airline eskaliert. 

Der ganze Vorfall im Video:

In dem Video ist zu sehen, wie der männliche Fluggast das Ryanair-Personal auffordert, die schwarze Frau, mit der er in Streit geriet, auf einen anderen Sitzplatz zu verweisen. Sie hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass ihre 77-jährige Mutter, die ebenfalls in der Sitzreihe Platz nehmen wollte, behindert ist. 

Das war dem unbekannten Fluggast egal: "Es ist mir egal, ob sie behindert ist oder nicht – wenn ich ihr sage, dass sie raus soll, geht sie raus." Er drohte der Frau: "Wenn du nicht auf einen anderen Platz gehst, schubse ich dich auf einen anderen Platz.“ Dann der rassistische Ausfall: "Sprich nicht mit mir in einer Fremdsprache, du dumme hässliche Kuh" – er beschimpfte die Frau als "hässlichen schwarzen Bastard." Das Bordpersonal bemühte sich um Schlichtung, der Mann durfte mit der Maschine nach London reisen. Die beschimpfte Frau erhielt einen anderen Sitzplatz.

Die "Huffington Post" sprach mit der beschimpften Passagierin, die die Hintergründe des Vorfalls so erklärte: Demnach sei es zum Streit mit dem Mann gekommen, weil ihre Mutter, die unter Arthritis leide, ihm auf dem Weg zu seinem Platz nicht schnell genug hätte Platz machen können.

Gegenüber dem TV-Sender Sky News sagte ein Beobachter der Szene: "Ich bin so enttäuscht von Ryanair. Sie haben nichts getan. Sie haben es der Polizei erst nach der Aufmerksamkeit der Medien gemeldet, es waren zwei Tage." Zudem wirft der Billigflieger-Airline vor: "Wenn ich mich so verhalten würde – oder eine andere schwarze Person – wie er, hätte man sofort die Polizei gerufen und wir wären aus dem Flugzeug entfernt worden.

Gegen den rassistisch pöbelnden Passagier wird nun ermittelt, Ryanair bedauerte den Vorfall in einem Statement. 

Ryanair im Sinkflug:

Das PR-Desaster kommt für die Iren zur Unzeit: Der Billigflieger Ryanair muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Der Gewinn sank im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,20 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Ryanair die Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte. Aus den gleichen Gründen hatte Ryanair bereits Anfang Oktober seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gesenkt.

(pb/dpa)

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl von Sight 23.10.2018 19:56
    Highlight Highlight der Typ aus England ist auf keinem Fall ein gentleman, und dass Ryan Air diesen Rassisten nicht aus dem Flieger setzt hat Wirtschaftliche Gründe. Als insider wissen wir wenn ein Pax aus dem Flieger gesetzt wird, muß auch sein Gepäck aus dem Gepäckraum geholt werden! Weil dass Zeit und Geld kostet, hat Ryan Air kein Problem mit Rassismus, man will kein Geld ausgeben für so eine "Kleinigkeit" für Ryan Air werden viele Fälle aus Wirtschaftlichkeit ignoriert, der Kunde ist nicht König, sonder Ryan Air ist Keizer!! Shame on you Ryan Chair......
    1 0 Melden

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