US-Gefängnis darf muslimischen Häftlingen kein Schweinefleisch mehr vorsetzen

Die Wärter eines Gefängnisses in Alaska haben muslimischen Häftlingen im Ramadan Schweinefleisch vorgesetzt. Ein Bundesgericht hat das nun jedoch per einstweiliger Verfügung gestoppt.

Im Fastenmonat Ramadan verzichten viele Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf jegliche Lebensmittel. In Alaskas größter Stadt Anchorage sind das momentan etwa 18 Stunden am Tag. Dem Fastenbrechen am Abend kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. 

Muslimische Häftlinge in Anchorage haben sich nun darüber beklagt, dass sie nicht nur zu wenig Essen bekommen, sondern dass ihnen außerdem Essensrationen zugeteilt werden, in denen sich Schweinefleisch befindet, wie die Agentur AFP berichtete. Schweinefleisch zu essen, ist gläubigen Muslimen verboten.

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Das Gefängnis in Anchorage. Bild: Alaska Department of Corrections

Dagegen hat das "Council on American-Islamic Relations" (CAIR) vor einem Bundesgericht in Alaska geklagt – und recht bekommen. 

Verfassungsmäßige Rechte verletzt

In einem Statement erklärte die Organisation, zwei Häftlingen seien an manchen Tagen nur 500 Kalorien gegeben worden, was einer Hungerkur gleichkomme. (Newsweek)

Hier im Wortlaut:

Das Gefängnis, so CAIR weiter, verletze die verfassungsmäßigen Rechte der muslimischen Häftlinge. In einer einstweiligen Verfügung ordnete jetzt das Bundesgericht an, dass den Häftlingen künftig kein Schweinefleisch mehr zu essen gegeben werden darf.

Das CAIR ist eine Bürgerrechtsorganisation mit Sitz in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. Der Organisation wurde in der Vergangenheit immer wieder eine Nähe zu islamistischen Organisationen vorgeworfen.

(fh)

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