Leben
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Die Grayscale-Funktion hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Meine Name ist Gunda und ich bin smartphonesüchtig. Aber ich habe ein Gegenmittel gefunden. Und es hilft.

Ich checke mein Phone auf jeden Fall viel zu häufig. Scrolle ohne Sinn und Verstand durch Newsfeeds und like vor mich hin. Und wenn ich irgendwo warte, oder in der U-Bahn sitze, oder abends im Bett liege, kurz bevor ich eigentlich das Licht ausmachen möchte, muss ich mich sehr BEWUSST anstrengen, es nicht zu tun.

Ungefähr so:

Animiertes GIF GIF abspielen

Ich finde mich dabei oft genug ziemlich lächerlich. Ich bin ein Opfer, soviel ist mir mittlerweile klar. Ich scrolle und scrolle, und zu 90 Prozent der Zeit wüsste ich gar nicht genau, warum. Oder nach was ich eigentlich suche.

Doch das hat sich jetzt geändert. Dank dem "Zufallsfund" der Kollegin. Es hat sich geändert, dank einer Anleitung für Grayscale.

Gray...wot?

Grayscale (oder: Graustufen) bezeichnet eine Displayeinstellung des Smartphones. Dabei wird das Display statt in Farben, nur in schwarz und weiß angezeigt. Diese Einstellung kann Farbenblinden helfen, sich besser durch Menüs zu navigieren, da sie bestimmte Farben sonst nicht erkennen. Und Smartphonesüchtigen kann Grayscale helfen, vom ständigen Trip runterzukommen. Denn der Trip ist einfach nicht mehr so reizvoll.

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Mein Phone sieht mit Grayscale nämlich aus wie eine alte Zeitung. Eine ganz alte, ausgeblichene Zeitung. Das finde ich in etwa so reizvoll wie einen Stummfilm. Und ich finde Stummfilme nicht sehr reizvoll. Überhaupt nicht reizvoll. Gar nicht.

So sieht unser Insta-Account mit Grayscale aus

Image

Und daher habe ich auch deutlich weniger Drang, mein Smartphone in die Hand zu nehmen. Irgendwie sieht nämlich jede App gerade für mich gleich aus. Ich scrolle durch Instagram: Gähnende Ödnis und die Frage: was machen Leute da?

Twitter? Auch nicht viel besser. Fühlt sich an wie ein Dokument auf Mikrofiche lesen. Und wer das Format noch kennt, weiß, was ich meine.

Mikrofiche, zur Erinnerung.

Image

Bild: dpa

Ich nutze mein Smartphone also auf einmal für die Dinge, für die ich es angeschafft habe: mobile Emails checken und Nachrichten schreiben. Achja, und watson...(höhö).

Image

Webseiten- und App-Entwickler leben davon, unsere Aufmerksamkeit immer weiter anzutriggern und uns so möglichst lange und oft auf ihren Plattformen zu halten.

Und das geht eben mit Farbe besonders gut. Das ist mittlerweile hinreichend belegt.

In diesem Video wird erklärt, wie das funktioniert.

Play Icon

Video: YouTube/The Atlantic

Wenn etwas schön bunt ist und brillant strahlt, fahren wir drauf ab. So basic sind wir halt.

Girl among field of tulips

Bild: iStockphoto

Thomas Z. Ramsoy ist CEO einer Firma, die für Facebook untersucht, wie unsere Gehirne reagieren, wenn wir durch Newsfeeds scrollen.

Er erklärte der "New York Times":

"Farben und Formen sind die Eisbrecher, wenn es darum geht die Aufmerksamkeit von Leuten zu erregen. Und Aufmerksamkeit ist nunmal die neue Währung."

Ein Beispiel: Der rote Punkt, der bei ungelesenen Nachrichten erscheint. Dieser Punkt wurde explizit entwickelt, um uns nervös zu machen. Ja, tatsächlich. Und zwar so nervös, dass wir unbedingt die App öffnen wollen, um nachzuschauen, was die Benachrichtigung beinhaltet.

Der fiese rote Punkt:

Image

Mich haben die roten Punkte so nervös gemacht, dass ich sie schon für die meisten Apps abgeschaltet habe. Seit ich Grayscale nutze, machen sie mir nichts mehr aus. Grauer Punkt? Mir doch egal.

Seit ich Grayscale nutze, ist mein Phone definitiv reizloser geworden. Es taugt nicht mehr als Übersprunghandlung, als Pausenclown, als Ablenkungsmanöver. Es ist einfach nur noch ein Phone.

Toll.

Und hier eine Anleitung für Grayscale auf eurem Phone

Grayscale - probiert ihr es auch mal aus? Lasst es uns wissen!

Auch gut in schwarz-weiß: Wombat-Baby Apari ist das süßeste, was du heute sehen wirst!

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Große Finger, kleines Smartphone – das richtige (oder eben falsche) Satzzeichen zu erwischen, ist oft gar nicht zu leicht. Zur Rettung schreitet: Krissy Brierre-Davis. Die amerikanische Food-Bloggerin entdeckte am Wochenende ein kaum bekanntes iOS-Feature, teilte ihren kleinen Lifehack mit ihren Followern... 

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