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(181125) -- ABOARD XUELONG, Nov. 25, 2018 -- Floating ice and emperor penguins are seen in the Southern Ocean, Nov. 25, 2018. Xuelong entered a floating ice area in the Southern Ocean to avoid a cyclone. The ice area is located at 61.55 degrees south latitude and 110.37 east longitude. )(wsw) CHINA-ICEBREAKER XUELONG-FLOATING ICE AREA-ENTERING LiuxShiping PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Bild: imago stock&people

Es wird eng fürs Klima – der Ausstoß an Kohlendioxid steigt erstmals wieder an

Kommende Woche startet die UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice. Nun stellten die Vereinten Nationen ihre Klimaprognose vor. Und die klingt nicht gut. 

Erstmals seit 2014 nahn der Ausstoß am klimaschädlichen Gas Kohlendioxid im vergangenen Jahr wieder zu – und zwar um 1,2 Prozent auf den neuen Rekordstand von 53,5 Gigatonnen. So steht es im so genannten Gap Report des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep).

Unep-Vizechefin Joyce Msuya erklärte

"Wenn der IPCC-Bericht ein globaler Feueralarm war, dann ist dieser Bericht die Brandermittlung."

2 Fakten und eine Gegenmaßnahme.

Die Lage

Das sagen die UN-Experten

Um doch noch das Klima-Ziel des Pariser Abkommens von 2015 umzusetzen, müsste die internationale Gemeinschaft laut einem Bericht des UN-Umweltprogramms (Unep) ihre Bemühungen mindestens verdreifachen. 

Paris und die Versprechen

Der Unep-Bericht ermittelt alljährlich die Lücke zwischen den zu erwartenden Emissionen bis zum Jahr 2030 und den Werten, die für eine Erreichung der Pariser Klimaziele notwendig sind. Bei der UN-Klimakonferenz Ende 2015 in Paris hatte die internationale Gemeinschaft sich darauf verständigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Nichtsdestotrotz hätten die Treibhausgasemissionen weiter zugenommen, und ein Wendepunkt sei nicht absehbar, bemängelte das Unep. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die Länder ihre Klimaschutzziele verdreifachen und für das 1,5-Grad-Ziel sogar verfünffachen. Der Weltklimarat IPCC hatte in einem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel Anfang Oktober dargelegt, nötig seien "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen", um das angestrebte Ziel noch zu erreichen.

Das Szenario – 3 Grad plus

Die Erde steuert dem Bericht zufolge auf eine Erwärmung um rund drei Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu. Danach werde die Durchschnittstemperatur nach jetzigem Stand voraussichtlich weiter steigen.

Je nach Schätzung könnte der CO2-Ausstoß bei entsprechenden Maßnahmen von nationalstaatlichen, regionalen und kommunalen Behörden, Investoren und nichtstaatlichen Akteuren bis 2030 um 19 Gigatonnen verringert werden, heißt es in dem Unep-Bericht. Dies würde zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels reichen.

Die Regierungen in aller Welt müssten schneller und entschlossener handeln, kritisierte Unep-Vizechefin Msuya. Sie kritisierte: "Wir nähren dieses Feuer, obwohl die Mittel, es zu löschen, in Reichweite sind", kritisierte Msuya.

Im Einsatz für die Umwelt Joyce Msuya

Und das lässt sich tun

Die Berichtsautoren riefen dazu auf, technische Innovationen sowie eine geschickte Fiskalpolitik für einen klimapolitischen Umbruch zu nutzen. Wenn Regierungen die Steuerpolitik nutzten, um "Alternativen mit geringen Emissionen zu subventionieren" und fossile Energieträger zu verteuern, könnten sie damit "die richtigen Investitionen im Energiesektor stimulieren und die Kohlendioxidemissionen deutlich verringern", erklärte Unep-Chefwissenschaftler Jian Liu. Auch eine angemessene CO2-Bepreisung sei entscheidend.

(afp, reuters)

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Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

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