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Die Türkei sperrt Journalisten weg – und wird jetzt dafür verurteilt

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Der türkische Staatschef Recep Tayip Erdogan ging nach dem Putsch 2016 massiv gegen Journalisten vor.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Türkei am Dienstag wegen der Inhaftierung zweier Journalisten verurteilt. Die beiden Journalisten Mehmet Altan und Sahin Alpay waren nach dem gescheiterten Militärputsch vom Juli 2016 inhaftiert worden.

Altin wurde im Februar wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Alpay droht eine ähnliche Strafe. Alpay wurde zwar auf Anweisung des türkischen Verfassungsgerichts am Freitag aus der Haft entlassen, steht aber unter Hausarrest.

Bereits im Januar hatte das Verfassungsgericht die Inhaftierung der beiden Journalisten als Verstoß gegen ihre Grundrechte gerügt. Die Türkei ist Mitglied des Europarats und damit verpflichtet, die Urteile des EGMR umzusetzen.

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