International

Die Türkei sperrt Journalisten weg – und wird jetzt dafür verurteilt

Bild

Der türkische Staatschef Recep Tayip Erdogan ging nach dem Putsch 2016 massiv gegen Journalisten vor.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Türkei am Dienstag wegen der Inhaftierung zweier Journalisten verurteilt. Die beiden Journalisten Mehmet Altan und Sahin Alpay waren nach dem gescheiterten Militärputsch vom Juli 2016 inhaftiert worden.

Altin wurde im Februar wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Alpay droht eine ähnliche Strafe. Alpay wurde zwar auf Anweisung des türkischen Verfassungsgerichts am Freitag aus der Haft entlassen, steht aber unter Hausarrest.

Bereits im Januar hatte das Verfassungsgericht die Inhaftierung der beiden Journalisten als Verstoß gegen ihre Grundrechte gerügt. Die Türkei ist Mitglied des Europarats und damit verpflichtet, die Urteile des EGMR umzusetzen.

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das "Who is who" des Impeachment: Diese Zeugen treten in den Anhörungen auf

Bislang wurden die Zeugen in der Ukraine-Affäre von US-Präsident Donald Trump hinter verschlossenen Türen befragt. Am Mittwoch begann mit den ersten öffentlichen Anhörungen vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses die nächste Phase. Die Demokraten haben eine Liste mit elf Personen erstellt, die sie zur möglichen Amtsenthebung befragen wollen.

Funktion: Geschäftsführender US-Botschafter in KiewAnhörung: 13. NovemberGrund der Vorladung: Der altgediente Karrierediplomat gilt als …

Artikel lesen
Link zum Artikel