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Der Bahnhof Midi in Brüssel (Archivfoto) ist nach den Attentaten von 2016 streng gesichert worden. Bild: AP

Mann schoss in Brüsseler Bahnhof auf den Fußboden – die Polizei sperrt Gleise

Ein Mann hat an der internationalen Bahnstation Brüssel-Midi mit einer Waffe auf den Boden geschossen und damit eine Panik ausgelöst.

Aus Kamerabildern gehe hervor, dass er am späten Nachmittag im Südbahnhof der belgischen Hauptstadt einen Schuss abgefeuert habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Verletzt wurde niemand. Der Verdächtige sei geflohen. Zu seinem Motiv war zunächst nichts bekannt.

Eine Patronenhülse sei gefunden worden, teilten die Behörden weiter mit. Teile des großen Fernbahnhofs (unter anderem Gleis 9 und 10), an dem auch Thalys-Züge und ICEs auf dem Weg von Deutschland nach Frankreich halten, war zwischenzeitlich gesperrt.

Von dem Bahnhof verkehren auch die ICE-Züge über Aachen und Köln nach Frankfurt am Main. 

Nach Angaben der Brüsseler Staatsanwaltschaft hatten Zeugen zunächst angegeben, einen oder mehrere Verdächtige mit Schusswaffen gesehen zu haben. Ein Mann, der das Geschehen nach eigenen Angaben verfolgt hat, sagte der Deutschen Presse-Agentur, vier Personen hätten sich gestritten. Eine von ihnen habe dann eine Waffe gezogen und auf den Boden gefeuert.

Auch in Deutschland spielen sich Dramen im Zugverkehr ab

Brüssel war in der Vergangenheit das Ziel terroristischer Attacken, bei der schwersten davon töteten islamistische Extremisten am 22. März 2016 in der Metro sowie am Flughafen 32 Menschen. Die Terrorwarnstufe war erst vor einiger Zeit wieder herabgesetzt worden, ein Anschlag gilt demnach als "wenig wahrscheinlich." Behörden, Medien und Bevölkerung sind dennoch nach wie vor sensibilisiert.

Bei den Vorgängen am Brüsseler Südbahnhof gab es nun zunächst keinerlei Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund.

(dpa)

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