Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
epa04145698 Silver medalist Yulia Lipnitskaya of Russia waves to fans after the awarding ceremony of the women's singles competition for the ISU World Figure Skating Championships in Saitama, north of Tokyo, Japan, 29 March 2014. EPA/KIMIMASA MAYAMA +++(c) dpa - Bildfunk+++ |

Yulia Lipnitskaya winkt ihren Fans zu (c) dpa - Bildfunk

Danach die Magersucht – das wurde aus dem 15-jährigen Star von Sotschi

Adrian bürgler

Yulia Lipnitskaya war einer der Stars der Olympischen Spiele von Sotschi. Mit 15 Jahren führte sie Russland zu Gold im Eiskunstlauf-Teamwettkampf. Vier Jahre später ist sie zurückgetreten.

Es war ein erster Höhepunkt einer vielversprechenden und höchstwahrscheinlich glanzvollen Karriere. Am 27. Februar 2014 zauberte die 15 Jahre junge Yulia Lipnitskaya eine unglaubliche Kür auf die Fläche im Eisberg-Eislaufpalast von Sotschi. Gemeinsam mit Superstar Evgeni Plushenko führte sie Russland zur Goldmedaille im Teamwettbewerb.

Russland war stolz auf seinen neuen Star. Sie wurde gar zum "Gesicht von Sotschi" erkoren. Plushenko sagte: "Yulia ist eine kleine Legende. Sie hebt das russische Eiskunstlaufen in neue Sphären." Selbst Wladimir Putin gab sich zufrieden. Der russische Präsident lobte Lipnitskaya explizit und höchstpersönlich. Sie erhielt – wie alle russischen Medaillengewinner in Sotschi – ein Auto geschenkt. Aufgrund ihres jungen Alters kam das Geschenk mit einem Chauffeur.

Doch mit dem grossen Erfolg stieg auch der Druck. Ein Druck, dem die junge Eiskunstläuferin nicht standhielt. Nach Sotschi folgten enttäuschende Ergebnisse. Darüber hinaus musste Lipnitskaya sich auch noch mit Hüft- und Rückenverletzungen herumschlagen.

Schon kurz nach ihrem Olympia-Triumph hatte sich die Russin über "konstanten Stress" beklagt. Es sei extrem schwer die Erwartungen des Publikums, aber auch die eigenen zu erfüllen. Die Olympiasiegerin galt als äußerst ehrgeizig. Zweite Ränge empfand sie als Niederlagen.

"Eine Weiterführung meiner Karriere war unrealistisch."

Yulia Lipnitskaya

Im April 2017 reichte sie beim russischen Verband den Rücktritt ein. Die schockierende Nachricht: Lipnitskaya begibt sich wegen Magersucht in klinische Behandlung. "Ich habe lange, mehrere Monate, über diesen Schritt nachgedacht. Eine Weiterführung meiner Karriere war einfach unrealistisch", sagt die Russin im Interview mit einer russischen News-Plattform.

Nach Angaben ihrer Mutter hat sich die junge Sportlerin in gesundheitsgefährdende Gewichtsregionen gehungert. An Spitzensport war nicht mehr zu denken.

Logischerweise war das nicht das Ende einer Karriere, wie sie es sich erträumt hat: "Ich hatte noch viele Ziele, wollte mich weiter verbessern. Aber meine Gesundheit hat das nicht zugelassen."

Lipnitskaya wirbelt in Sotschi (c) dpa - Bildfunk

Lipnitskaya sagt, der Erfolg von Sotschi habe sie dennoch auch stark gemacht. "Ich war eine extrem introvertierte Person. Nach den Olympischen Spielen 2014 musste ich mich zwangsläufig anpassen." Seither könne sie viel einfacher und offener mit Menschen sprechen.

Unter anderem auch deshalb bereut sie es, dass sie die Öffentlichkeit nicht früher über ihren Zustand informiert hat. Sie habe noch lange Wettkämpfe bestritten, obwohl die Krankheit bereits die Kontrolle übernommen hatte. "Magersucht ist eine Krankheit des 21. Jahrhunderts und leider weit verbreitet. Dennoch hatte ich damals das Gefühl, dass es stigmatisiert würde."

"Die Ungewissheit war das Schlimmste."

Yulia Lipnitskaya

Lipnitskaya sei während ihrer Zeit in der Klinik in Israelkomplett von der Umwelt abgeschnitten gewesen – ohne Telefon, mit ein paar wenigen Menschen, die Russisch oder Englisch sprachen. Nur sie, die Heldin einer Nation und der lähmende Gedanke an eine Zukunft nach dem Spitzensport: "Die Ungewissheit war das Schlimmste. Ich hatte keine Ahnung, was nach der Klinik auf mich warten wird."

Mittlerweile scheint es dem "Gesicht von Sotschi" aber wieder etwas besser zu gehen. Ihre Aktivität auf Social Media hat wieder zugenommen. Und die heute 19-Jährige hat auch Pläne für die Zukunft: "Ich würde gerne Sportmanagement studieren."

Das könnte dich auch interessieren:

"Zweifel, Ängste, schlaflose Nächte" – Das sagen "die Lochis" zu ihrem Aus

Link zum Artikel

180 Staaten bekämpfen jetzt den Plastikmüll – mit einem globalen Pakt

Link zum Artikel

ESC: Peinlich! Sisters geben zu, wo sie bei der Punktevergabe waren

Link zum Artikel

Das "GoT"-Finale war meine allererste Folge der Show – das habe ich über die Serie gelernt

Link zum Artikel

Helene Fischer lief weg und schrie: Luxus-Makler plaudert über den Hauskauf mit Flori

Link zum Artikel

Falscher Professor? Vorwürfe gegen einen AfD-Europakandidaten

Link zum Artikel

16 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Darum ist das neue Album nur zu 80 Prozent Rammstein – eine (kleine) Enttäuschung

Link zum Artikel

So emotional nehmen die "GoT"-Stars nach dem Finale Abschied von der Serie

Link zum Artikel

ESC 2019: Dieter Bohlen über Luca Hänni: "Ich hätte den Mut dazu nie gehabt"

Link zum Artikel

Herzzerreißende "GoT"-Szene mit Daenerys und Jon – Fans sind erschüttert

Link zum Artikel

Strache-Skandal in Österreich – Kanzler Kurz soll Neuwahlen wollen

Link zum Artikel

Ed Sheeran und Justin Bieber: "I Don't Care" kann der Song des Sommers werden

Link zum Artikel

Heidi startet ins "GNTM"-Finale – und liefert gleich 3 peinliche Momente

Link zum Artikel

So sehen BTS als alte Männer aus – und wir haben Fragen

Link zum Artikel

16 peinlichen Instagram-Werbungen, die nach hinten losgegangen sind

Link zum Artikel

Der neue Song von Shirin David ist eine Abrechnung mit ihrem Vater

Link zum Artikel

Youtuber Rezo greift die CDU an – so wehrt sich die Partei

Link zum Artikel

Daenerys wer? Die 17 fatalen Probleme im Finale von "Game of Thrones"

Link zum Artikel

Die Live-Hochzeit bei "GNTM" war das Peinlichste, was ProSieben je ausgestrahlt hat

Link zum Artikel

"Grenze überschritten": GNTM-Vanessa wehrt sich gegen ProSieben – Simone schaltet sich ein

Link zum Artikel

Capital Bra versucht sein Glück bei Helene Fischer – das ist ihre Reaktion

Link zum Artikel

Das sagt Lena Meyer-Landrut den S!sters vor dem ESC– ein großer Fan ist sie wohl nicht

Link zum Artikel

Achtung, Spoiler! Die besten Reaktionen zum "Game of Thrones"–Finale

Link zum Artikel

Ariana Grande und BTS: Insider verrät, dass gemeinsamer Song "nur eine Frage der Zeit" ist

Link zum Artikel

"GNTM": Nach der Irrsinns-Hochzeit gewinnt Simone

Link zum Artikel

"GNTM"-Finale: Fake-Auftritt von Taylor Swift verärgert Fans

Link zum Artikel

Pressekonferenz in Sonnenbrille: Loredana streitet Betrug ab und wird laut

Link zum Artikel

Samra und Capital Bra: Neuer Song Wieder Lila ist schon jetzt ein Hit

Link zum Artikel

Sie soll ein Paar um 614.000 Euro betrogen haben – Rapperin Loredana festgenommen

Link zum Artikel

Lena Meyer-Landrut macht Fan mit Post bei Instagram glücklich

Link zum Artikel

Vanessa rechnet nach "GNTM"-Aus mit ProSieben ab – jetzt antwortet der Sender

Link zum Artikel

"Game of Thrones"-Autor gibt Hinweis, wie es nach dem Ende der Serie weitergeht

Link zum Artikel

"GoT": Doku zeigt, wie Kit Harington am Set in Tränen ausbrach – jetzt wissen wir, warum

Link zum Artikel

Dieser seltsame Vogel ist ausgestorben ... kommt aber immer wieder zurück von den Toten

Link zum Artikel

"GoT": 8 Fehler, die dir genauso entgangen sind wie der Kaffeebecher

Link zum Artikel

Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

Link zum Artikel

Diese 13 Memes über Bran in "Game of Thrones" bringen dich trotz allem zum Lachen

Link zum Artikel

Oops, they did it again: Fans entdecken peinlichen Fehler im "GoT"-Finale

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Abschied nach 12 Jahren: Mit diesem Video verabschieden sich die Bayern von Franck Ribéry

Der frühere französische Nationalspieler Franck Ribéry wird den FC Bayern München nach zwölf Jahren in diesem Sommer verlassen. Das bestätigte der Verein am Sonntag auf seiner Homepage.

"Als ich zu Bayern gekommen bin, ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Abschied wird nicht leicht werden, aber wir dürfen nie vergessen, was wir zusammen erreicht haben", erklärte Ribéry, "wir haben so viel zusammen gewonnen – über 20 Titel."

Zudem wurde mitgeteilt: 2020 soll es für Robben und Ribéry ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel