Pustet schon mal das Licht aus. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
Pustet schon mal das Licht aus. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
Bild: imago sportfotodienst

Bayern sagt der Bundesliga Tschüss! Rummenigge rechnet mit europäischer Superliga

24.10.2018, 21:1224.10.2018, 21:44

In der Bundesliga ist der Titelkampf spannend wie nie. In diesem Jahr. Aber in den 6 Spielzeiten davor war es einfach: Meister war stets der FC Bayern München

Auch in anderen europäischen Top-Ligen droht die Langeweile. In Frankreich führt Paris Saint-Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel nach 10 Spieltagen verlustpunktfrei mit 30 Zählern, 8 Punkte Vorsprung. 

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat nun einen Vorschlag. Dem renommierten Fachblatt "11 Freunde" sagte er in einem Interview über eine europäische Superliga: 

"Ich vermute, dass diese Liga eines Tages kommen wird."
Karl-Heinz Rummenigge, Bayern München

Undenkbar? Auch über dem deutschen Fußball lag die Langeweile, weil in den damaligen Oberligen immer dieselben Teams siegten, um am Ende per Playoff den Meister zu küren. Dann kam 1963 die Bundesliga. 55 Jahre später hat sich das überholt. Konkurrenzfähigkeit ist kaum gegeben. Es sei denn Borussia Dortmund hat mal einen geilen Trainer und einen guten Lauf – wie unter Jürgen Klopp oder Lucien Favre. 

Ist die Bundesliga zu langweilig? Braucht's endlich eine europäische Superliga?

Immer wieder wird über eine Abspaltung der großen Vereine und einen Zusammenschluss zu einer Superliga debattiert. Die Idee dazu stamme von Clubvertretern aus Südeuropa, sagte Rummenigge. 

Der Bayern-Mann legt sich fest

"Mein Bauchgefühl sagt mir, dass so ein Projekt alle nationalen Ligen beschädigen würde. Denn alle würden von heute auf morgen nur noch zweitklassig sein. Aber viele Vereine verfolgen zu sehr ihre wirtschaftlichen Eigeninteressen."
Karl-Heinz Rummenigge, FC Bayern München

Durch die Reform der Champions League, die den vier stärksten Ligen jeweils vier Startplätze für die Gruppenphase sichert, ist die Superliga vorerst vom Tisch.

Wer zeigt noch Zähne?

Auch der frühere und inzwischen gesperrte UEFA-Präsident Michel Platini sprach sich in dem Doppel-Interview gegen eine Gründung aus. "Wir brauchen keine private, geschlossene Liga, mal ganz davon abgesehen, dass die europäischen Gesetze eine private Liga bislang nicht zulassen", sagte der Franzose. "Wir brauchen mehr Chancengleichheit unter den Vereinen. Denn wir haben bereits das Problem in allen großen Ligen, dass nach spätestens fünf Spieltagen überall dieselben Vereine dominieren, die seit Jahren oben stehen."

(dpa, afp, sid, rtr)

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