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Garbage lies on cracked earth at the almost empty Maria Cristina water reservoir during a severe drought near Castellon, Spain, September 14, 2018. REUTERS/Heino Kalis

Bild: X01080

Am Montag kommt ein neuer Klimareport – und das hat es damit auf sich!

Zwei Monate vor der nächsten UN-Konferenz veröffentlicht der Weltklimarat IPCC am Montag einen Sonderbericht. Dieser nimmt die Zielvorgabe im Pariser Klimaabkommen unter die Lupe, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Ob "wir" das schaffen? Für Jennifer Morgan von Greenpeace steht schon mal fest: 

"Wir sind absolut NICHT auf Kurs."

Jennifer Morgan, Greenpeace

Die Hotspots

3 Fragen zum neuen Klimareport des IPCC.

IPCC?😕Was ist das?

Der Intergovernmental Panel on Climate Change wurde 1988 von der UN-Umweltorganisation (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Seine Aufgabe ist es, die Politik neutral über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klimaveränderung und zu möglichen Gegenmaßnahmen zu informieren. Dem IPCC gehören 195 Staaten an, die jeweils Experten entsenden, welche eigenständig Berichte erstellen und das letzte Wort darüber haben.

Und was machen die?

Das Gremium mit Sitz in Genf wird derzeit von dem Südkoreaner Hoesung Lee geleitet, einem Experten für die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die IPCC-Berichte werden von tausenden Wissenschaftlern zusammengestellt, darunter neben Klima- und Meeresforschern auch Statistiker, Ökonomen und Gesundheitsexperten.

Der IPCC betreibt keine eigene Forschung zum Klimawandel, sondern wertet tausende Studien aus und fasst die zentralen Erkenntnisse daraus zusammen. Experten sprechen von sogenannten Literatur-Studien oder Meta-Studien.

Alle fünf bis sechs Jahre veröffentlicht der IPCC umfassende Überblicke über den aktuellen Stand der Klimaforschung, die in der Regel etwa 1500 Seiten stark sind. Der erste IPCC-Bericht wurde 1990 veröffentlicht, der jüngste vor dem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel im Jahr 2014.

Abgesehen von seinen regulären Veröffentlichungen fertigt der Weltklimarat auch Sonderberichte zu bestimmten Aspekten des Klimawandels an. Nach dem 1,5-Grad-Bericht will er im September 2019 einen Sonderbericht zu den Veränderungen der Weltmeere und der Permafrostgebiete vorlegen sowie einen weiteren zu Landnutzung und Ernährungssicherheit.

Zu jedem Bericht fertigt der IPCC eine Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger an. Diese wird jeweils in mehreren Runden redigiert – erst von Wissenschaftlern, dann von Regierungsvertretern. Der abschließende Entwurf der Berichtszusammenfassung wird dem IPCC-Plenum vorgelegt, das den Text Zeile für Zeile durchgeht und ihn schließlich im Konsens verabschiedet.

Und was soll das Ganze, wenn Trump aus dem Pakt ausscheidet?

Donald Trump will mit dem größten Klimasünder USA den Pariser Klimabeschluss nicht befolgen. Lohnt also der ganze Aufwand? 

Kalt draußen! Für Donald Trump reicht das, um am Klimawandel zu zweifeln

Ja, es ist trotzdem wichtig, sich auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen.  Der IPCC wird dafür gelobt, dass er Entscheidungsträgern mit seiner eingehenden Untersuchung des Klimawandels wichtige und zuverlässige Informationen bereitstellt. 2007 wurde das Gremium zusammen mit dem früheren US-Vizepräsidenten und Klimaschutz-Vorkämpfer Al Gore mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Mit kleineren Fehlern in seinen Berichten lieferte der IPCC allerdings immer wieder Skeptikern Munition, die die Kompetenz des Gremiums anzweifeln und ihm Befangenheit vorwerfen.Einige Wissenschaftler werfen dem IPCC vor, bei der Bewertung von Risiken zu konservativ zu sein und damit zu einer Unterschätzung der Gefahren durch den Klimawandel beizutragen.

(per/afp/dpa)

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