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cc (siehe Einzelnachweise/montage)

6 aufregende (und bedrohte) Lebewesen, die erst 2018 entdeckt wurden

Nur schätzungsweise 10 Prozent aller Lebewesen auf der Welt sind bisher überhaupt entdeckt worden. Viele dieser Tier- und Pflanzenarten verschwinden, bevor die Menschheit sie überhaupt je zu Gesicht bekommt.

Gleichzeitig gehen viele ausgerottete Arten auf das Konto der Menschen. Weil wir Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum rauben, sie jagen, schlachten, ernten, vergiften oder weil unsere Lebensweise das Klima derart verändert, dass Lebewesen darunter zugrunde gehen. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) schreibt, dass "wir neu gefundene Spezies alarmierend schnell ausrotten".

"Schätzungsweise zwischen einem Dutzend und hundert Arten pro Tag gehen verloren."

WEF

Umso schöner, dass es Forschern hier und da gelingt, neue Arten aufzuspüren. Diesen Entdeckungen zollt das WEF nun in einer Jahresliste Tribut.

Hier sind die 6 spektakulärsten neu entdeckten Spezies  aus dem Jahr 2018:

3 neue Krabbenspinnen-Arten

Crab Spider

Bild: iStockphoto

Okay, Okay! Vielleicht ein ekliges erstes Beispiel... aber hör dir das an: Forscher der California Academy of Science haben in diesem Jahr drei neue Arten der Selenopidae entdeckt und die lassen Spidermans Reflexe alt aussehen. Vermutlich ist KEIN TIER auf der Welt wendiger als diese Spinnen. Wenn sie in Australien, Afrika, Amerika oder Asien auf die Jagd gehen, brauchen sie nur eine Achtel-Sekunde, um die Richtung zu wechseln. Beute hat kaum eine Chance.

Der Leoparden-Aal

Ein ganz frischer Fund aus den Sümpfen Floridas. Der Leoparden-Aal lässt sich eigentlich kaum übersehen – erstaunlich, dass er so lange unentdeckt geblieben ist. Noch wissen wir wenig über ihn, erste Untersuchungen basieren nur auf 7 Exemplaren der Siren reticulata. Die Aale sind mit Axolotl-Lurchen verwandt. Sie werden offenbar nie richtig erwachsen, verbringen ihr Leben also als Jugendliche. Fortpflanzung ist trotzdem möglich.

Das erste neue Kroko seit 80 Jahren

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cc/leyo

Solange ist es her, seitdem das letzte mal eine neue Krokodil-Art benannt wurde. Das zentralafrikanische Langhaar-Krokodil, oder kompliziert: Mecistops leptorhynchus, hat einen sehr ähnlichen Cousin. Forscher vermuten, dass beide vom Aussterben bedroht sind.

Eugenies Dornhai

Wissenschaftler sind bei diesem neu entdeckten Tiefsee-Hai von zwei Dingen fasziniert. Erstens, wurde er von der berühmten Wissenschaftlerin, der "Hai-Lady" Eugenie Clark, entdeckt und benannt. Zweitens hat Squalus clarkae geradezu unwerfende Augen.

Die blutrote Koralle

Gefunden wurde die blutrote Koralle Thesea dalioi im bedrohten Korallenriff "Hannibal" vor der Küste von Panama. Eine neue Korallenart zu finden ist eine besonders faszinierende Sache: Vor allem Korallenriffe sind vom Klimawandel und Temperatur-Veränderungen in den Weltmeeren betroffen. Das schädigt die Biodiversität in den Weltmeeren empfindlich.

Der vergessene Baum

Die Geschichte von Vepris bali dauert schon 70 Jahre an. Schon 1951 wurden Stücke des Baums in Nigeria gefunden. Erst 2018 aber konnte er als eigene Spezies bestimmt werden. Jetzt kommt der Wehrmutstropfen. Wir können euch kein Bild mehr zeigen: Vermutlich ist der Baum auf Grund von Rodung und Landwirtschaft bereits ausgestorben. Ein wenig Hoffnung bleibt Forschern, doch noch ein lebendes Exemplar zu finden.

(mbi/ via WEF)

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Nein, die Erderwärmung macht keine Pause – sagt ein neuer Bericht

Die Weltmeere heizen sich neuen Studien zufolge immer schneller auf. Das geht aus einem Bericht der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in der Fachzeitschrift "Science" hervor.

Die neue Analyse zeigt, dass die Erwärmung der Ozeane den Messdaten der steigenden Lufttemperaturen entspricht. Sollte der Ausstoß an Treibhausgasen nicht gesenkt werden, könnte die Temperatur bis zu einer Meerestiefe von 2000 Metern bis Ende des Jahrhunderts um 0,78 Grad Celsius steigen, heißt es in der Studie. …

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