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So teuer sind WG-Zimmer in deutschen Uni-Städten geworden

13.04.2018, 12:3113.04.2018, 20:11

Das Schöne am WG-Leben sind gute Gesellschaft und ein (manchmal) voller Kühlschrank. Dazu kamen lange auch die günstigen Mietpreise.

In einigen deutschen Uni-Städten gehört letzteres jedoch längst der Vergangenheit an. Wie teuer WG-Zimmer in den letzten Jahren geworden sind, zeigt eine neue Studie (Forschungsinstituts Empirica).

Im Schnitt liegt die WG-Zimmermiete in Deutschland bei 372 Euro warm. Das sind ganze 30 Prozent mehr als noch im Sommersemester 2012 (287 Euro).
Empirica

Welche deutsche Stadt am teuersten ist, wird dich nicht überraschen...

Natürlich ist es München! Hier liegt die Miete für ein Zimmer im aktuellen Sommersemester im Schnitt bei 550 Euro. Damit ist die bayrische Landeshauptstadt einsame Spitze. 

München ist schön. Aber rechtfertigt das so eine hohe Miete?
München ist schön. Aber rechtfertigt das so eine hohe Miete?Bild: iStockphoto/getty

Auf dem zweiten und dritten Platz folgen Frankfurt am Main (490 Euro) und Stuttgart (450 Euro). Hamburg schafft es mit durchschnittlich 434 Euro auf Platz vier.

Am günstigsten wohnt es sich hingegen in Ostdeutschland. Die billigsten WG-Zimmer hat Chemnitz anzubieten – für nur 225 Euro. Im Sommersemester 2012 mussten Studenten dort im Schnitt sogar nur 185 Euro hinblättern. 

Magdeburg (245 Euro) und Halle (Saale) (250 Euro) sind die zweit- und dritt-günstigsten WG-Städte Deutschlands.

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Das Forschungsinstitut hat Mietpreise in mehr als 120 deutschen Uni-Städten untersucht. Für die Studie wurden Preise für Zimmer mit Größen zwischen zehn und 30 Quadratmetern analysiert.

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Urteil zum Berliner Mietendeckel – viele Mieter müssen nachzahlen

Der Berliner Mietendeckel ist verfassungswidrig. Am Donnerstag veröffentlichte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe seine Entscheidung und kippte den umstrittenen Mietendeckel. Die Begründung: Das Land Berlin sei nicht dazu berechtigt, einen Sonderweg zu gehen. Die Gesetzgebungsbefugnis liege ausschließlich beim Bund, der bereits 2015 mit der Mietpreisbremse eine abschließende Regelung beschlossen habe. Das Gesetz war also von vornherein ungültig. Für Mieter in Berlin bedeutet das, dass sie sich auf höhere Mieten einstellen müssen – und dass sie möglicherweise auch Geld nachzahlen müssen.

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