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So viel verdient Facebook an dir (falls du Mitglied bist) đź’°

In Europa verliert Facebook Nutzer, das Werbegeschäft steht vor einem Umbruch – der Konzern will reagieren. Das teilte Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der Quartalszahlen mit. 

Bei der Präsentation wurde auch deutlich, wie sich der Gewinn des Unternehmens zusammensetzt:

Die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wuchsen noch deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 1,34 Milliarden Dollar. Ein genauerer Blick in die Facebook-Zahlen zeigt, dass das Wachstum vor allem aus Regionen kommt, die fĂĽr das Online-Netzwerk bisher weniger lukrativ sind. In den USA und Kanada kommt Facebook nun auf 242 Millionen monatlich aktive Nutzer – eine Million mehr als vor drei Monaten.

USA und Kanada sind aber der mit Abstand lukrativste Markt fĂĽr das Online-Netzwerk: Hier machte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von umgerechnet 24 Euro pro Nutzer. In Europa sind es umgerechnet 7,77 Euro pro Nutzer und im weltweiten Durchschnitt 5,36 Euro.

Schon die Zahlen für das vergangene Quartal offenbarten einige Probleme. So verlor das Online-Netzwerk im zweiten Quartal in Folge eine Million Nutzer in Europa und hat hier noch 375 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Mitglieder. Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Zuckerberg, der sonst Wettbewerber selten erwähnt, räumte ein, dass Facebook bei Video hinter Googles Plattform YouTube zurückliege. Das Online-Netzwerk habe aber bisher die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos verbringen können, bewusst reduziert. Facebook stecke in einem Dilemma: "Die Leute wollen sich Videos anschauen", sagte Zuckerberg. Zugleich erwarteten sie von Facebook aber auch soziale Kontakte mit Freunden und Familie. Deswegen habe Facebook die Ausbreitung von viralen Unterhaltungsvideos gebremst.

(pb/dpa)

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