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Bild: imago stock&people

Best of watson 2018

Tierarzt bittet: Bleib' bei deinem Hund, wenn er stirbt. Auch wenn es hart ist.

Özil geht, der Hambacher Forst bleibt, Chemnitz schreckt auf – 2018 war turbulent. Auch für uns: watson.de startete im März. Auf einige Geschichten sind wir seitdem besonders stolz. Wie auf diese hier:

Menschen leben im Schnitt 79 Jahre. Hunde werden aber nur etwa 12 Jahre alt. Für jeden Hundebesitzer ergibt sich daher eine bittere Wahrheit: Irgendwann musst du deinen felligen besten Freund verabschieden. 

Tränen bei "Marley & Ich": So schön und hart kann Abschied sein.

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Video: YouTube/bladerunner

Jeder, der ein Haustier hat, weiß, wie weh das tut. Und weil viele das nicht aushalten, wollen einige Tierbesitzer auch nicht zusehen, wenn ihr Gefährte stirbt. Warum man aber trotzdem dabei sein sollte, hat ein kanadisches Krankenhaus über einen geteilten Facebook-Post jetzt eindrücklich erklärt – und damit tausende Menschen sehr bewegt.

Der Post vom Hillcrest Veterinary Hospital

Die Übersetzung:

"(...) Ich möchte, dass du etwas weißt. Du warst IHR LEBEN LANG der Mittelpunkt ihrer Welt. Sie sind vielleicht nur ein Teil deines Lebens, aber für sie bist du die ganze Familie. Es ist jedesmal ein beschissener Moment, keine Frage und es ist schlimm für uns Menschen, sie zu verlieren.
Aber bitte LASS SIE NICHT ALLEINE. Lass sie nicht in den Tod gehen an einem Ort, den sie nicht mögen, neben Menschen, die sie nicht kennen.
Was die meisten von euch nicht wissen, aber wissen sollten, ist, dass SIE NACH EUCH SUCHEN, WENN IHR SIE ZURÜCKLASST!!! Sie gucken in jedes Gesicht im Raum, suchen die Person, die sie lieben.
Sie verstehen nicht, warum du sie verlassen hast, jetzt wo sie Angst haben, krank sind, alt, an Krebs sterben und sie brauchen deine Zuneigung. Sei kein Feigling, nur weil es für DICH hart ist. (...)"

Für viele Besitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, ihr Tier in diesem schweren Moment nicht alleine zu lassen, aber leider gilt das nicht für alle, wie Hundehalterin Jessi Dietrich erzählt: 

"Ich habe meinen Tierarzt gefragt, was das härteste an seinem Job ist und er sagte, dass 90% der Besitzer nicht im Raum sein wollen, wenn er ihr Tier einschläfert. Also ist der letzte Moment oft, wie das Tier verzweifelt um sich schaut und seinen Menschen sucht. Das hat mich echt zerstört."

Beide Posts lösten tausende Kommentare aus. Einige Menschen erzählten ihre ganz eigenen Geschichten vom Abschied und erklärten, warum sie beim Tod ihrer Tiere dabei waren – oder eben auch nicht. 

Es gab aber auch kritische Stimmen von anderen Veterinärmedizinern, die sagten, wenn das Tier sich so unruhig verhalte, sei das vor allem die Schuld des Tierarztes und es sei nicht fair, das Verhalten der Halter derart zu bewerten. Im Regelfall werden Haustiere übrigens betäubt, bevor sie eingeschläfert werden. 

Einige Kommentare dazu

"Das ist der beste Post. (...) Sei ein Mensch. Habe ein wenig Anstand! (...) Mach deinem Tier die letzten Momente nicht schwer."

"All meine 3 Söhne, meine Frau und ich saßen mit unserem Luke im Wohnzimmer. Der härteste Tag. Ich hoffe, er schaut auf uns hinab."

"Ich habe 2 Jahre für einen Tierarzt gearbeitet und es stimmt, die meisten wollen nicht da sein. (...) Dabei ist es das letzte, was du für sie tun kannst."

"Egal, wie traumatisch es war; ich wollte, dass ich das letzte Gesicht bin, dass mein Haustier sieht, dass es weiß, wie sehr es geliebt wurde."

"Wir haben unseren Hund bei einer privaten Tierarztpraxis einschläfern lassen. Ich hätte mir nie vorstellen können, nicht bei ihr zu sein."

Aber auch:

"Als Arzthelferin (...) habe ich noch nie ein Tier erlebt, das so sich so verhält, wenn es eingeschläfert wird. (...) Es ist nicht an uns, Menschen zu beurteilen, die damit nicht umgehen können."

"Normalerweise sind die Tiere so alt, dass sie vor allem Angst haben (...). Wir betäuben sie meist auch vor der Einschläferung, um es leichter zu machen."

Hast du eine Meinung dazu? Dann schreib' sie uns in die Kommentare.

PS. Hier kommt ein Hund mit Gesichtsausdrücken wie Kinski

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