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Begebt euch mit watson, Thomas Doll, Kloppo und Co. auf eine unvergleichliche Bundesliga-Zeitreise! bild: imago sportfotodienst/watson montage

So sah die Bundesliga aus, als Thomas Doll zuletzt Bundesliga-Trainer war

Thomas Doll kehrt nach über zehn Jahren in die Bundesliga zurück. Der ehemalige DDR-Nationalspieler tritt bei Hannover 96 die Nachfolge von Andre Breitenreiter an. Der 52-jährige Doll unterschrieb bei den Niedersachsen am Sonntag einen Vertrag bis 2020, der auch für die 2. Bundesliga gilt.

96-Manager Horst Heldt frohlockte: "Er kennt die Bundesliga in- und auswendig." Kann man so sagen: Als Spieler stand Doll in mehr als 100 Spielen für den HSV bzw. Eintracht Frankfurt auf dem Platz. Zwischen 2004 und 2008 arbeitete er im deutschen Oberhaus als Trainer beim Hamburger SV und Borussia Dortmund. Den HSV führte er bis auf den dritten Tabellenplatz, den BVB rettete er vor dem Abstieg. Danach verabschiedete er sich ins Ausland, trainierte Genclerbirligi Ankara, Al Hilal Riad und Ferencvaros Budapest. 

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Er ist wieder da! Bild: imago/Nordphoto/ewert

Jetzt ist Doll also wieder da. Doch es hat sich einiges getan in der Liga. Ob er sie wirklich noch in- und auswendig kennt?

Als Doll die Liga verließ, waren "Laptoptrainer" und "VAR" noch Fremdwörter, "abkippende Sechser" und "falsche Neunen" kannte höchstens Taktikguru Ralf Rangnick. RB Leipzig war noch nicht gegründet, auch Vereine wie Augsburg, Hoffenheim und Ingolstadt hatte die Liga noch nicht gesehen.  

Um euch vor Augen zu führen wie verdaaaaammt laaaaaaange das alles her ist, haben wir mal ein paar Bilder ausgegraben.

So sah die Bundesliga aus, als Doll zuletzt Bundesligatrainer war – 5 Jahre im Schnelldurchlauf:

2004

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Als Thomas Doll in Hamburg das Amt des Cheftrainers übernimmt, spielen bei Hertha BSC noch Marcelinho, Yildiray Bastürk und FREDI BOBIC! Zur Verdeutlichung: Im Radio liefen "Call On Me" von Eric Prydz und "Obsesion" von Aventura rauf und runter. Sorry für die Ohrwürmer...  bild: imago sportfotodienst

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Und so sah er damals aus: Trainerrebell Thomas Doll war in jeder Hinsicht rebellisch. Selbst in Sachen Button-Down-Kragen war er ein Rulebreaker.  bild: imago sportfotodienst

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Wie die Zeit vergeht: Bayern gegen Stuttgart war damals ein Topspiel, Ballack-Kuranyi-Rau das Erfolgsversprechen für die deutsche Nationalmannschaft. Man trug noch Adidas Predator o. ä. mit diesen unnötigen Gummibändern an der überdimensionalen Lasche, die immer schon nach einem Spiel hinüber waren.   Bild: imago/Sportfoto Rudel

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Johannes B. Kerner (r.) saß mit Thomas Brdaric im Sportstudio und die Doll-Wortwitze von "dolles Ding" bis "Dolls dolle Jungs" waren noch ganz frisch.   bild: imago sportfotodienst

2005

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Deutsche Abwehrspieler waren anno 2005 reine Zerstörer und Glamour musste man sich im Ausland kaufen: Marko Rehmer (r.) ließ seine Karriere bei Eintracht Frankfurt ausklingen, während die Bayern mit Iran-Idol Ali Karimi neue Märkte erobern wollten.  bild: imago sportfotodienst

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Apropos Bayern: Quälix Magath (l.) war 2005 übrigens Trainer beim Rekordmeister. Rechts: Thomas Doll.  bild: imago sportfotodienst

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Weser-Zidane Johan Micoud (l.) und der junge Miroslav Klose zauberten sich mit Werder noch im Papageien-Trikot durch die Liga,... bild: imago sportfotodienst

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...während Doll beim Dauerrivalen Hamburg mit Stars wie van der Vaart, Demel, Boulahrouz, Jarolim und van Buyten jubelte. bild: imago sportfotodienst

2006

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Willkommen im Sommermärchenjahr 2006: Tomislav Piplica (!) hütete bei Energie Cottbus (!!) das Bundesliga-Tor (!!!). bild: imago sportfotodienst

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Im Sportstudio moderierte noch Michael Steinbrecher (r.). Wer genau hinsieht, erkennt die Löcher in Dolls Jeans. Das war 2006 modern. Heute ist das auch wieder modern, und allein das zeigt, wie lange 2006 schon her ist.    bild: imago sportfotodienst

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Im Jahr 2006 hieß Mittelmäßigkeit in der Bundesliga noch Arminia Bielefeld gegen Alemannia Aachen. Artur Wichniarek (M.), Laurentiu Aurelian Reghecampf (r.) und Sascha Rösler – lasst euch die (Vereins-)Namen einfach mal auf der Zunge zergehen.  bild: imago sportfotodienst

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Alter, ist das lange her! Pay-TV hieß noch Premiere, Kloppo (l.) trug in Mainz Mittelscheitel und randlose Brille zum weißen Trainingsanzug, war ein unbeschriebenes Blatt. Da staunt sogar Thomas Doll. Ob er hier schon ahnt, dass dieser Mainzer Mode-Cretin sein Nachfolger in Dortmund werden wird? bild: imago sportfotodienst

2007

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Auch das Jahr 2007 ist schon einige Donnerstage her: Stefan Beinlich war Kapitän der Hansa-Kogge und "KiK, der Textil-Diskont!" der nervigste Werbeslogan der Bundesliga.    bild: imago sportfotodienst

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Thomas Doll traf 2007 als BVB-Trainer unter großem Medienrummel auf Huub Stevens, seinen Nachfolger beim HSV. Ob der "Knurrer von Kerkrade" hier lacht oder wegen des "dollen" Nackenschlags vor Schmerzen schreit, ist nicht ganz sicher.  bild: imago sportfotodienst

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Im Jahr 2007 trug der junge Naldo noch Zahnspange und das Trikot des Karslruher SC. Reingelegt! Der Verteidiger, seinerzeit noch Bremer, trug das blau-weißen Dress natürlich nur wegen eines Trikottausches. bild: imago sportfotodienst

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Und auch dieses Zeitzeugnis zeugt davon, wie viel Zeit ins Land gezogen ist: Kleines dickes Ailton im Duisburg-Outfit (kein Trikottausch!) neben Thomas Doll (l.). bild: imago sportfotodienst

2008

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Man kennt sich: 2008 war auch Trainer-Urgestein Frank Pagelsdorf nochmal in der Bundesliga unterwegs, coachte damals zum zweiten Mal Hansa Rostock. Doll trainierte als Spieler in Hamburg (1998 bis 2001) unter ihm.   bild: imago sportfotodienst

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m Gomez VfB hjs 14 11 2008

2008 war Red Bull in erster Linie noch ein Energydrink, Mario Gomez ein junger Kerl. Wohlsein! Bild: imago sportfotodienst

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Auch Franck Ribéry (l.) und Lukas Podolski waren noch junge Kerle, feiern hier die Meisterschaft mit Bayern München. Einer von beiden hat sein Lausbuben-Image mittlerweile abgelegt (kleiner Tipp: Er ist kein Franzose und liebt den FC Köln).  Bild: imago/hjs

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Die TSG Hoffenheim im Oberhaus hat Thomas Doll als Bundesliga-Trainer gar nicht mehr erlebt. Hier zeigt Mäzen Dietmar Hopp gerade seine Pläne fürs Sinsheimer Fußballimperium auf Windows XP. Am 18. Mai 2008 macht die TSG mit einem Sieg gegen Greuther Fürth ihren Aufstieg in die erste Liga klar, Thomas Doll tritt einen Tag später in Dortmund zurück. bild: imago sportfotodienst

Heute gibt's RB auch als Leipzig-Version. Kannst du sie von der Salzburger Variante unterscheiden?

So würde eine DDR-Nationalmannschaft 2018 aussehen

"Was kostet die Welt, Digger!"

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Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner

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"30.000 Zuschauer als Sitzschalen verkleidet" – so wurde das El Plastico gefeiert

RB Leipzig gegen TSG Hoffenheim. Der Tabellenvierte gegen den Tabellenachten. An einem Montagabend. Die überhaupt erst siebte Begegnung dieser beiden Teams lockte immerhin noch um die 33.000 Zuschauer in die Leipziger Arena.

Während die Zuschauer im Stadion ein von Taktik geprägtes 1:1 zu sehen bekamen, bestachen die Fans der anderen Vereine mit Schadenfreude über das als "El Plastico" verschriene Duell.

Und weil wir Schadenfreude lieben, wollen wir euch diese natürlich nicht vorenthalten.

(bn)

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