Bayern

Tatverdächtiger nach Messerattacken auf Frauen in Nürnberg festgenommen

Nach den Messerattacken auf drei Frauen in Nürnberg ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 38-Jährige sitze seit dem Nachmittag in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Mittelfranken am Samstagabend mit.

Nähere Einzelheiten wollen die Behörden am Sonntag um 12.30 Uhr bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium in Nürnberg mitteilen. Den Angaben zufolge nimmt neben Vertretern von Polizei und Staatsanwaltschaft auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teil.

Die Polizei hatte seit den Angriffen im Nürnberger Stadtteil St. Johannis mit einer 40-köpfigen Sonderkommission nach dem Täter gesucht und Zeugen aufgefordert, sich zu melden. Sie bedankte sich am Samstag auf Twitter bei der Bevölkerung für die "Vielzahl an eingegangenen Hinweisen". 

Der Täter hatte am Donnerstag nach Angaben der Polizei zunächst gegen 19.20 Uhr einer 56-jährigen Frau unvermittelt in den Oberkörper gestochen. Die Frau musste notoperiert werden. Gegen 22.45 Uhr stach der Angreifer dann ebenfalls ohne jegliche Vorwarnung auf eine 26-Jährige ein, die sich auf dem Heimweg befand. Kurz darauf wurde eine 34-Jährige angegriffen. 

Die 26-Jährige und die 34-Jährige erlitten lebensgefährliche Verletzungen, konnten aber ebenfalls durch Notoperationen gerettet werden. Die drei Frauen konnten inzwischen nach Angaben der Polizei befragt werden. 

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wertet alle drei Taten als versuchten Mord. Alle Tatopfer seien von dem Angriff überrascht und arg- und wehrlos gewesen, es liege damit das Mordmerkmal der Heimtücke vor. 

(pb/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Drogen, Waffen, Geldwäsche: Szene-Kenner erklärt, warum sich Rapper mit Clans einlassen

Erst Bushido und jetzt Capital Bra: Immer wieder bekommen deutsche Rapper Probleme mit kriminellen Großfamilien oder anderen Verbrechersyndikaten. Capi, seines Zeichens erfolgreichster deutscher Rapper, musste kürzlich die Polizei einschalten. Gegenüber watson bestätigt die Berliner Staatsanwaltschaft, dass die Beamten derzeit wegen räuberischer Erpressung zum Nachteil von Capital Bra ermitteln.

Dass Gangsterrapper auch mit kriminellen Familienclans oder Rockerbanden unterwegs sind, ist kein …

Artikel lesen
Link zum Artikel