Deutschland
Bild

bild: imago/getty images/montage: watson

Seehofer will CSU-Chefposten aufgeben – aber Innenminister bleiben

Jetzt also wirklich. Wirklich wirklich: Seit Wochen wird über den Rücktritt von Horst Seehofer spekuliert, bei einer Pressekonferenz bestätigte der CSU-Chef entsprechende Pläne. Bundesinnenminister wolle er aber bleiben. 

Wie geht es für die CSU damit weiter? 

Seehofer zieht damit die Konsequenz aus der schweren CSU-Pleite bei der Landtagswahl und beugt sich dem massiven Druck der eigenen Parteibasis. 

Wer könnte Seehofers Nachfolger werden?

Als mit Abstand aussichtsreichster Nachfolge-Kandidat für den CSU-Chefposten gilt inzwischen der alte und neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Der 51-Jährige würde Seehofer dann schon zum zweiten Mal beerben, nachdem er im März schon den Posten des bayerischen Regierungschefs von ihm übernommen hatte.

Warum kündigt sich nun Seehofers Abschied an?

Mit einem Rücktritt Seehofers als CSU-Chef war in den vergangenen Wochen immer stärker gerechnet worden. Als vorrangig galt zunächst die Bildung einer Regierung in Bayern, wo die CSU nach dem Verlust der absoluten Mehrheit nun auf einen Koalitionspartner angewiesen ist.

Der Koalitionsvertrag mit den Freien Wählern ist aber nun unterschrieben, Söder als Ministerpräsident wiedergewählt und vereidigt, an diesem Montag soll noch das Kabinett benannt werden. Seehofer kündigte in einer Gremien-Sitzung am Wochenende an, sich nach der Vereidigung "im Laufe der Woche" konkret zu seiner Zukunft erklären zu wollen.

(hau/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

Wirtschaftsethiker zu Staatshilfen für Autobauer: "Hat nur den Sinn, Zahlungen an Großaktionäre zu ermöglichen"

Die Wirtschaft in Deutschland erwacht langsam aus dem künstlichen Koma. Seit vergangenem Montag laufen auch bei den Automobilherstellern, wie zum Beispiel im Stammwerk von VW in Wolfsburg, wieder die Maschinen an. Natürlich unter strengen Sicherheitsauflagen und mit Mund-Nase-Schutz. Auch die Automobilbranche hatte Kurzarbeit angemeldet, um die Verluste durch das Stillstehen der Fließbänder auszugleichen.

Nun fordern die Automobilkonzerne die Einführung eines staatlichen Anreizprogramms, um den …

Artikel lesen
Link zum Artikel