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Wegen "abstruser Positionen" – Kramp-Karrenbauer ist "Miss Homophobia 2018"

Annegret Kramp-Karrenbauer ist noch keine zwei Wochen als neue CDU-Chefin im Amt, da gibt es für sie schon den ersten Negativpreis.

In einer Online-Abstimmung der schwul-lesbischen Menschenrechtsinitiative „Enough is Enough“ wurde sie zur "Miss Homophobia 2018" gekürt.

An der Abstimmung beteiligten sich laut Initiative gut 12.000 Menschen. Mit 45 Prozent der Stimmen "gewann" Kramp-Karrenbauer mit deutlichem Abstand.

Damit lag AKK vor:

Zur Begründung für die Aufstellung von AKK zu der Wahl teilte die Initiative auf ihrer Internetseite mit: 

"Die Politikerin war vor und im Zeitraum der Abstimmung mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie die Ehe für alle in Frage stellte und gleichgeschlechtliche Lebensweisen mit Inzucht und Polygamie verglich. Sie war dafür, sowohl in der eigenen Partei, wie auch im eigenen Familienkreis stark kritisiert worden, behaarte aber bis zur Wahl als neue CDU-Vorsitzende auf ihren abstrusen Positionen."

Enough is Enough

Zur Erinnerung – das hatte AKK über die Homo-Ehe gesagt:

"Wir haben in der Bundesrepublik bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen."

Kramp-Karrenbauer kommentierte die "Auszeichnung" bislang nicht. Andere Politiker, wie der SPD-Parlamentarier  Johannes Kahrs, hingegen schon:

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