Deutschland

RWE-Securities prügeln im Hambacher Forst – Polizei ermittelt

Sicherheitsleute im Auftrag des Energiekonzerns RWE haben im Hambacher Forst auf Aktivisten eingeprügelt. Das zeigt eine Videoaufnahme aus dem Wald. Das Video wurde offenbar am Freitagvormittag aufgenommen.

Das ist passiert:

In dem Video, das unter anderem vom Twitter-Nutzer "form prim" veröffentlicht wurde, ist zunächst zu sehen, wie eine Gruppe Aktivisten mit den Sicherheitsleuten diskutiert. Dabei scheint es um eine Schaufel zu gehen, die die Sicherheitsleute den Aktivisten weggenommen haben sollen.

So beschreibt ein Aktivist das Geschehen:

Aus der Diskussion wird dann schnell ein Handgemenge:

In dem entstehenden Handgemenge fallen mehrere Personen auf dem Boden, darunter offenbar sowohl Aktivisten, als auch Sicherheitsleute. Vor allem ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter fällt anschließend auf: Der Mann im grauen Pullover schlägt einem Aktivisten mit der Faust ins Gesicht, geht danach auf den Aktivisten zu, der die Szenen filmt. 

Ihm ruft er zu:

"Ey ihr kleinen Pisser, was? Ich ficke deine Kamera!"

Dem "Stern" sagte der Energiekonzern RWE, dass die Hintergründe und der Ablauf der Auseinandersetzung zwar noch geklärt werden müssten, man werde jedoch "die involvierten Sicherheitsmitarbeiter bis zur Aufklärung des Sachverhalts nicht im Hambacher Forst einsetzen".

Die Räumung des Hambacher Forsts in Bildern:

Nicht die ersten Gewaltvorwürfe gegen RWE-Securities

Bereits 2015 wurde Kritik am Vorgehen eines Sicherheitsunternehmens laut, dass im Auftrag von RWE den Braunkohletagebau Garzweiler bewachen sollte. Aktivisten hatten zu einer Besetzung des Tagebaus aufgerufen. Sowohl Polizei, als auch der private Sicherheitsdienst gingen rabiat gegen die Aktivisten vor – und mitunter auch gegen berichtende Journalisten.

In einem Interview mit dem WDR sagte ein Mitarbeiter des eingesetzten Sicherheitsunternehmens damals: "Die gewalt ging eindeutig von uns aus." 

(fh)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Bioladen nimmt Produkte von AfD-Mann aus dem Sortiment – der Briefwechsel hat es in sich

Die Biokette "Biomare" aus Leipzig hat bestimmte Hirseprodukte aus dem Sortiment genommen. Die Begründung ist hoch politisch: Der Bioladen macht das, weil der Geschäftsführer des Hirseherstellers Mitglied der AfD ist. "Auslistung" nennt die Biokette das.

Über das harte Vorgehen der Biokette kann sich der Biomarktkunde auf einem Aushang im Leipziger Biomarkt informieren. Darin heißt es zusammengefasst: Die AfD leugnet den Klimawandel, der Inhaber der Hirseprodukte ist AfD-Funktionär, die …

Artikel lesen
Link zum Artikel