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Domenico Lucano steht unter Hausarrest. instagram

Er setzt sich seit Jahren für Flüchtlinge ein – Italien nimmt Bürgermeister fest

Domenico Luciano ist Bürgermeister des kleinen Dorfs Riace im Süden-Italiens. Aber weltweit ist er ein großer Vorkämpfer für die Rechte von Geflüchteten. Sein Credo lautet: 

"Es gibt keine Flüchtlingskrise, es gibt nur Lösungen."

Domenico Lucano, Bürgermeister in Italien

Jetzt steht Lucano unter Hausarrest. 

Ein Drama in 3 Akten.

Der Bürgermeister

Domencio Lucano, 60, ist Bürgermeister seines Heimatdorfs Riace in der süditalienischen Provinz Kalabrien. Vor zwei Jahren wird er weltweit zum Symbol einer aufgeklärten Flüchtlingspolitik. Das Magazin "Fortune" ruft Lucano zu einem der 50 einflusreichsten Menschen der Welt aus. Er sei "der Beweis, dass Utopia besteht".

Seither gilt Lucano als Held der italienischen Linken und Gegenspieler des rechtspopulistischen Innenministers Matteo Salvini. Kurz nach dessen Amtsantritt nannte ihn Lucano "eine Null". Danach kürzte der die Flüchtlingshilfe für das Dorf Riace.

Das Dorf 

Riace war, wie viele Dörfer in Italien, vom Aussterben bedroht. Auf der Suche nach Arbeit wanderten viele ab in die Wirtschaftszentren des Nordens. 

Lucano hatte daraufhin einen mutigen Plan: 

Die Idee:

"Es ist einfach. Es gab Menschen ohne Wohnung hier. Und es gab hier Wohnungen ohne Menschen."

Domenico Lucano, Bürgermeister

Also begann Lucano Geflüchtete und Migranten anzusiedeln. Und zwar schon 1998. Sein Fazit nach zwei Jahrzehnten: 

Die Bilanz

"Der Multikulturalismus, die Vielfalt der Fähigkeiten und persönlichen Geschichten hat ein Dorf revolutioniert, das als Geisterdorf bekannt war."

Domenico Lucano, Bürgermeister

Die Festnahme

Seit Dienstag steht Lucano unter Hausarrest. Er soll Scheinehen begünstigt haben, die zum Aufenthalt in Italien berechtigen. Innenminister Salvini twitterte: "Gespannt was [Lucanos Mitstreiter] Saviano und alle anderen Gutmenschen, die Italien mit Flüchtlingen fluten, nun sagen werden."

Die Reaktion Salvinis

Flüchtlingsorganisationen wie #Seebrücke kritisierten das Vorgehen der italienischen Regierung. Sie forderten den Berliner Senator Klaus Lederer, Linke, der Lucano zu einer Konferenz in Berlin eingeladen hatte, zum Eingreifen auf. 

Der Unmut der NGOs

Italiens neuer Innenminister Matteo Salvini hatte im Frühjahr die Häfen des Landes für Flüchtlingsschiffe gesperrt. Im Streit um Italiens harte Haltung in der Flüchtlingspolitik hatten zuletzt auch in Deutschland eine Reihe von Kommunen wie 

ihre Bereitschaft erklärt, weitere Geflüchtete aufzunehmen.

(pr, dpa, rtr, afp)

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