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Weg mit Strohhalmen und Einmalgeschirr – 4 Fragen zum EU-Verbot von Einweg-Plastik

Das EU-Verbot von Plastiktellern, Trinkhalmen und anderen Wegwerfprodukten aus Kunststoff ist unter Dach und Fach. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Mittwochmorgen in Brüssel auf die Einzelheiten. Das Verbot soll dazu beitragen, die Massen von Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen.

Was soll verboten werden?

Die EU-Kommission hatte im Mai vorgeschlagen, folgende Waren zu verbieten:

Außerdem soll die Menge an Lebensmittel-Verpackungen und Trinkbechern reduziert werden. Dafür soll es konkrete Ziele geben.

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Keinen Bock zu spülen? Einmal-Geschirr ist auch keine Lösung. bild: pexels

Wann tritt das Verbot in Kraft?

Voraussichtlich in gut zwei Jahren. EU-Parlament und EU-Länder hatten die Pläne im Gesetzgebungsverfahren leicht verändert. Sie müssen die Einigung der Unterhändler noch offiziell bestätigen. 

Werde ich das im Alltag spüren?

Die Strategie gegen Plastikmüll dürfte für fast Jeden im Alltag spürbare Veränderungen bringen. Verboten werden sollen aber nur Gegenstände, für die es bessere Alternativen gibt. Bedeutsam ist das Paket vor allem für die Kunststoffbranche, die nach Behördenangaben 2015 einen Umsatz von 340 Milliarden Euro machte und 1,5 Millionen Menschen beschäftigte.

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Strände voller Müll – das soll aufhören. Bild: Pexels

Was bringt das Verbot?

Die EU-Kommission verspricht sich von dem Plan große Umweltvorteile. Die Maßnahmen sollen den Ausstoß von Kohlendioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringern. Bis 2030 könnten Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden, hieß es. Verbraucher könnten bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen.

Die Kommission begründet den Vorstoß vor allem mit dem Schutz der Ozeane. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren seien Plastik.

September 25, 2018 - Clearwater, Florida, U.S. - JIM DAMASKE Times.Seen in September 2018 a gull carries around a plastic straw on Clearwater Beach. On Wednesday Oct. 24th Clearwater Marine Aquarium CEO David Yates led a presentation announcing the start of an project called Ocean Allies which has one of their goals the long term reduction plastic pollution. The group, composed of Clearwater Beach business owners, managers and residents announced the conservation plan designed to transform Clearwater Beach into the 1 recognized Ocean Friendly destination beach in the world. As tourists increasingly desire to travel to areas that promote environmental responsibility, Ocean Allies will engage the Clearwater Beach and greater Clearwater businesses to implement an eco-friendly Clearwater Beach brand. Participating organizations will be PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs70_ 20180925_zan_s70_083 Copyright: xJimxDamaskex

Hoffentlich sehen wir bald weniger hiervon. Bild: imago stock&people

Teil der neuen Strategie ist die Beteiligung von Herstellern an den Kosten für das Aufräumen. So könnte die Tabakindustrie künftig für das Einsammeln von Zigarettenstummeln zur Kasse gebeten werden. "Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstellt, wird künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "So könnte die Zigarettenindustrie zum Beispiel an den Kosten für die Reinigung von Stränden oder Parks beteiligt werden."

(dpa)

Das Verbot soll sowas verhindern:

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Video: watson/Lia Haubner

Oder sowas:

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