Leiterin von Özils ehemaliger Schule wehrt sich gegen Vorwürfe

23.07.2018, 05:56

Die Leiterin von Mesut Özils früherer Schule, Maike Selter-Beer, hat sich am Sonntag gegen Vorwürfe des ehemaligen Fußball-Nationalspielers gewehrt.

  • Mesut Özil ist aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Dies erklärte der Mittelfeldspieler am Sonntagabend auf Twitter.
  • Vorausgegangen waren gleich mehrere lange Tweets, in denen Özil das umstrittene Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan erklärte und mit Kritikern, Sponsoren und auch mit dem DFB abrechnete.
  • Özil hatte in einem seiner Tweets darüber geklagt, dass die Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld einen Besuch Özils nach den Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan abgesagt habe

Zur Absage seiner Schule schrieb Özil: "Ganz ehrlich, das hat wirklich weh getan. Obwohl ich dort Schüler war, als ich jünger war, wurde mir vermittelt, dass ich nicht erwünscht und nicht ihre Zeit wert war." 

"Es hätte einen Termin in den Pfingstferien geben sollen, aber da wären ja auch keine Schüler da gewesen", sagte Selter-Beer der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Allerdings, so räumt sie laut "WAZ" ein, könne es schon sein, dass es auch terminliche Abstimmungsprobleme unter den Schulleitungsmitgliedern gegeben habe. Özil sei weiterhin an der Schule willkommen. Man sehe ihn als ehemaligen Schüler und Förderer, nicht als politischen Menschen. Selter-Beer habe beim Gespräch mit Özils Anwalt, als es um den Termin im Mai ging, auch erwähnt, dass man in Gelsenkirchen Vorsicht walten lassen müsse wegen der starken Präsenz rechter Parteien. Wie die "WAZ" aus anderer Quelle jedoch erfahren haben will, gab es sehr wohl auch Terminangebote von Özil vor den Pfingstferien.

Özil wurde 1988 in Gelsenkirchen geboren. Am Sonntag erklärte er seinen Rücktritt aus der deutschen Fußballnationalmannschaft und kritisierte dabei besonders scharf DFB-Präsident Reinhard Grindel. "In den Augen von Grindel und seinen Helfern bin ich Deutscher, wenn wir gewinnen, aber ein Immigrant, wenn wir verlieren."

(aj/dpa)

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