Wirtschaft
25.03.2018, Afghanistan, Masar-I-Scharif: 25.03.2018, Afghanistan, Masar-i-Scharif: Soldaten der Bundeswehr bewachen einen Konvoi im Feldlager Camp Marmal. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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Wie sich die Bundeswehr auf die Zukunft vorbereiten will

Die Souveränität ist dem Nationalstaat ja heilig. Und zum souveränen Staat gehört auch eine Armee. Die will Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nun aber für EU-Ausländer öffnen. Begründung: Der deutschen Berufsarmeee fehlen Fachkräfte. Nun soll's eine Söldnerarmee richten. Entsprechende Pläne werden geprüft.

"Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten", sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, den illustren Blättern der Funke-Mediengruppe. In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr "in alle Richtungen blicken" und sich um den passenden Nachwuchs bemühen.

Dabei gab's früher den schönen Spruch. "Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin." Wird wohl nix aus dem Traum einer versiegenden Truppe. Und auch die Idee mit dem Aufbau einer europäischen Armee war irgendwie anders angelegt.

Die Idee, die Rekrutierung von EU-Ausländern zu prüfen, sei aber nicht neu, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der schwerfälligen Agentur dpa und verwies auf eine entsprechende Passage im Weißbuch 2016. Schon im Juli hatte das Verteidigungsministerium bestätigt, die Option der Anwerbung von Ausländern in die Personalstrategie aufgenommen zu haben - allerdings ohne genauere Angaben zu möglichen Einsatzbereichen.

Nach "Spiegel"-Angaben will das Verteidigungsministerium vor allem Polen, Italiener und Rumänen anwerben, die bereits seit längerem in Deutschland lebten und fließend Deutsch sprächen. So wolle die Bundesregierung EU-Nachbarn die Angst nehmen, dass Deutschland Soldaten mit besseren Gehältern abwerbe, berichtete das Magazin unter Berufung auf ein internes Papier des Ministeriums.

Vor allem osteuropäische Nachbarn fürchteten negative Auswirkungen auf die eigene Bedarfsdeckung.Die Ministeriumssprecherin sagte: "Natürlich haben wir uns hierzu auch mit anderen EU-Ländern ausgetauscht." Die Arbeitsergebnisse würden derzeit ausgewertet, der Prozess sei noch nicht abgeschlossen.

EU-Bürger in der Bundeswehr. Ist das richtig?

Unterdessen nimmt die Zahl der Soldaten bei der Bundeswehr wieder zu. "Wir erreichen am Ende dieses Jahres die Marke von 182 000 Soldatinnen und Soldaten, das sind 2500 mehr Zeit- und Berufssoldaten als noch vor einem Jahr und ein Plus von 6500 gegenüber dem Tiefststand 2016", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU, der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Mit zwölf Prozent Frauenanteil sei ein neuer Höchststand erreicht. Bis 2025 soll die Zahl der Soldaten nach neuen Planungen auf 203 000 steigen.

(dpa)

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