Deutschland
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Bevor wieder keiner weiß, was er verbieten will: Was Burka, Tschador und Co. unterscheidet

Es ist wieder soweit! Deutschland diskutiert über ein Burka-Verbot.

Nachdem die AfD im Februar im Bundestag beantragt hat, Vollverschleierung komplett zu verbieten, meldet sich nun die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes zu dem Thema. Auch sie fordert ein Burka-Verbot in Deutschland.

In einem aktuellen Positionspapier sorgen sich die Frauenrechtlerinnen um die Zukunft des Landes: "Ohne ein Verbot wird es in Deutschland bald sehr viel mehr Vollverschleierungen geben", heißt es da unter anderem.

Dennoch distanzierte sich Hania Luczak, Vorstandsmitglied der Organisation inhaltlich klar von der AfD: "Wir grenzen uns ganz eindeutig von dem rückwärtsgewandten Frauenbild der AfD ab", sagte sie der Deutschen Presseagentur.

"Gleichzeitig bedauern wir, dass sich alle reflexartig vom Thema Vollverschleierung abwenden, nur weil auch die AfD für ein Verbot ist."

Hania Luczak, Vorstandsmitglied von Terre des Femmes  Deutsche Presseagentur

Okay!

Bevor sich jetzt alle in panischen Debatten verlieren und alle wissen, wovon die Rede ist, erklären wir mal kurz die Unterschiede zwischen den Kopf- und teils Körperbedeckungen, neben dem "klassischen" Kopftuch.

Ladies und Gentlemen, schnallt euch die vermeintlichen Burkas um die Knöchel und krempelt die Tschadors hoch:

Hier kommt der Kurz-Überblick zu 5 wichtigen islamischen Verschleierungsmöglichkeiten.

Info:

In Deutschland sind Niqab und Burka nicht generell untersagt. In Hessen sind beide Modelle im öffentlichen Dienst und in Niedersachsen an Schulen verboten. In Bayern sind Gesichtsschleier an Schulen und Kindergärten untersagt.

Das ist der Tschador

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Der Tschador ist in der Regel ein dunkles Tuch, das um den Kopf und Körper über der eigentlichen Kleidung getragen wird. Am meisten wird der Tschador im Iran getragen, das Wort bedeutet im Persischen "Zelt".

Das ist die Burka

Muslim woman in blue burqa. vector illustration - eps 8

Bild: iStockphoto

Die Burka ist ein (meist blauer) Ganzkörperschleier, der den Körper von Kopf bis Fuß umhüllt. An der Augenpartie hat die Burka ein Sichtfenster, das jedoch mit einem Stoffgitter versehen ist. Die Burka wird vor allem in Afghanistan und Pakistan getragen, in Pakistan ist das Sichtfenster meist nicht vergittert.

Das ist die Abaya 

An arab woman wearing ethnic costumes is sitting on a sofa and operating a laptop computer

Bild: iStockphoto

Die Abaya ist eine Art Überkleid, das vom Hals bis zu den Füßen reicht. Die Abaya ist meist schwarz, wird über der eigentlichen Kleidung getragen und meist mit einem Kopftuch oder einem Niqab oder Hidschab kombiniert.

Das ist der Niqab

Beautiful muslim woman in black niqab - vector illustration. eps 8

Bild: iStockphoto

Der Niqab verhüllt das Gesicht und wird vor allem in Regionen der arabischen Halbinsel getragen. Der Gesichtsschleier wird meist in Kombination mit einer Abaya oder einem Tschador getragen. Es gibt verschiedene Formen – an einigen Schleiern ist das Sichtfenster noch mit einem blickdurchlässigen Tuch versehen, an anderen ist das Sichtfeld frei. 

Frauen, die sich mit Feminismus im Islam beschäftigen

Das ist der Hidschab

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Hidschab bedeutet auf arabisch "Vorhang". Es ist eine Kopfbedeckung, die Hals und Kopf umhüllt und das Gesicht frei lässt. Den Hidschab gibt es in zahlreichen muslimischen Regionen. Er kommt in sehr vielen Farben vor. Je nach Mode wird er auch mehr oder weniger locker um den Hals und Kopf geschwungen getragen.

Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele muslimische Frauen von den insgesamt 4,4 bis 4,7 Millionen Muslimen in Deutschland die Burka tragen.

Es dürften allerdings sehr wenige sein.

In unserem Nachbarland Österreich hat der Kanzler Sebastian Kurz übrigens jetzt ein Kopftuchverbot für Mädchen an Kindergärten und Grundschulen angekündigt.

Ist noch was unklar? Schreibt uns in die Kommentare.

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    Alle Leser-Kommentare
  • vanwengade 06.04.2018 18:05
    Highlight Highlight Ich versteh nicht was am Frauenbild der AfD rückwärts gewand sein soll. So wie ich das in deren Programm lese, will man dort lediglich das sich Familien wieder die erziehende Mutter zu Hause leisten können. Wer das nicht will, braucht das ja nicht zu tun. Um zurück zum Thema Verschleierung zu kommen, da frage ich mich warum das Thema nicht bereits mit dem gültigen Vermummungsverbot abgedeckt ist. Macht es denn einen Unterschied aus welchen Grund man sich versteckt? Dann ist es nur eine Frage der Zeit bis Strassenschlachten „religiöse“ Hintergründe bekommen.
  • Janus 06.04.2018 15:51
    Highlight Highlight Ein informativer und gut gemachter Beitrag zum Thema. Danke dafür.
    • Yasmin Polat 06.04.2018 17:15
      Highlight Highlight Sehr gern!

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