Anschlag auf Bahn sollte offenbar viele Menschen töten und verletzen

Ein Anschlag auf die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München am 7. Oktober sollte nach Informationen der "Welt am Sonntag" (Wams) zahlreiche Menschen töten. An dem Tag war die Frontscheibe eines ICE durch ein Stahlseil beschädigt worden, das unbekannte Täter über die Bahngleise im mittelfränkischen Allersberg nahe Nürnberg gespannt hatten.

Das Seil sei allerdings zu dünn gewesen, um den Zug entgleisen zu lassen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise. Es sei durch die Wucht des Aufpralls gerissen. Ziel sei ein Anschlag "mit vielen Toten und Verletzten" gewesen, zitiert die WamS die Ermittler.

In der Nähe des Tatortes seien neben mehreren Holz- und Eisenteilen laut Bayerischem Landeskriminalamt (LKA) auch zwei Drohschreiben gefunden worden, ein komplett erhaltenes und ein Fragment. "Die beiden Dokumente, die jeweils aus einer Seite bestehen, sind in arabischer Sprache abgefasst. Darin werden europaweite Angriffe gegen den Bahnverkehr angedroht, falls die EU-Staaten nicht aufhören sollten, die Terrormiliz 'Islamischer Staat' zu attackieren", schreibt die Wams in ihrem Vorabbericht.

Ein LKA-Sprecher sagte der Zeitung:

"Wir nehmen das Drohschreiben ernst. Der IS-Bezug wird aber noch geprüft."

Jasna Fritzi Bauer über Polizei rufen und Angst im Dunkeln

Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner, Johanna Rummel

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Polizei erfasst mehr Fälle von Kindesmissbrauch und Misshandlung

Die Polizei in Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut mehr Fälle von Kindesmissbrauch und von Misshandlungen Schutzbefohlener registriert. Das geht aus Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurden.

So stieg die Zahl der Misshandlung Schutzbefohlener um 10 Prozent auf 4918 Fälle, Kindesmissbrauch stieg demnach um 6.8 Prozent auf über 14 500 Fälle. Um mehr als 50 Prozent wuchs die Zahl erfasster Fälle von Kinderpornografie auf 18 …

Artikel lesen
Link zum Artikel