Anschlag auf Bahn sollte offenbar viele Menschen töten und verletzen

Ein Anschlag auf die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München am 7. Oktober sollte nach Informationen der "Welt am Sonntag" (Wams) zahlreiche Menschen töten. An dem Tag war die Frontscheibe eines ICE durch ein Stahlseil beschädigt worden, das unbekannte Täter über die Bahngleise im mittelfränkischen Allersberg nahe Nürnberg gespannt hatten.

Das Seil sei allerdings zu dünn gewesen, um den Zug entgleisen zu lassen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise. Es sei durch die Wucht des Aufpralls gerissen. Ziel sei ein Anschlag "mit vielen Toten und Verletzten" gewesen, zitiert die WamS die Ermittler.

In der Nähe des Tatortes seien neben mehreren Holz- und Eisenteilen laut Bayerischem Landeskriminalamt (LKA) auch zwei Drohschreiben gefunden worden, ein komplett erhaltenes und ein Fragment. "Die beiden Dokumente, die jeweils aus einer Seite bestehen, sind in arabischer Sprache abgefasst. Darin werden europaweite Angriffe gegen den Bahnverkehr angedroht, falls die EU-Staaten nicht aufhören sollten, die Terrormiliz 'Islamischer Staat' zu attackieren", schreibt die Wams in ihrem Vorabbericht.

Ein LKA-Sprecher sagte der Zeitung:

"Wir nehmen das Drohschreiben ernst. Der IS-Bezug wird aber noch geprüft."

Jasna Fritzi Bauer über Polizei rufen und Angst im Dunkeln

Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner, Johanna Rummel

"Sehr ernste Bedrohungslage": Vier Festnahmen nach Gefahr eines Anschlags auf Synagoge

Zum jüdischen Feiertag Jom Kippur hat nach offiziellen Angaben die Gefahr eines Angriffs auf die Synagoge im nordrhein-westfälischen Hagen bestanden. Das sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag bei einer Vereidigungsfeier junger Polizisten in Köln. "Ihre Kolleginnen und Kollegen haben das vermutlich verhindert." Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sprach von einer "sehr ernsten Bedrohungslage".

Der Vorfall wecke entsetzliche Erinnerungen an den Anschlag auf die …

Artikel lesen
Link zum Artikel