24.08.2018, Irland, Dublin: Eine Wachsfigur von Papst Franziskus steht neben einer Wachsfigur von Frankeinstein vor dem Wachsmuseum in Dublin. Papst Franziskus kommt am kommenden Wochenende nach Irland. Foto: Matt Dunham/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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Papst vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord

Papst Franziskus hat Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen. Eine Schwangerschaft abzubrechen sei "wie jemandem zu beseitigen".

"Ist es richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?", fragte der Papst die am Mittwoch auf dem Petersplatz zur Generalaudienz versammelten Gläubigen. "Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?", fuhr er abweichend von seinem Predigttext fort. Dann sagte der Heilige Vater: 

"Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen."

Papst Franziskus

In seiner Predigt befasste er sich mit dem biblischen Gebot, nicht zu töten. Zunächst prangerte er die "Abwertung menschlichen Lebens" durch Kriege, Ausbeutung und Ausgrenzung an. Dann fügte er noch seine Gedanken zum Thema Abtreibung hinzu. "Aber wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben beseitigt, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein?".

Abtreibung und künstliche Befruchtung sind in der katholischen Kirche tabu. In Franziskus' Heimatland Argentinien war im August ein Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen gescheitert – nicht zuletzt wegen des massiven Widerstands der katholischen Kirche.

Papst Franziskus ist mehrfach durch unbedachte Äußerungen aufgefallen. So sagte er 2015

Nur zu einem Punkt schwieg der Heilige Vater (weitesgehend): dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. 

(pr/dpa/rtr/afp)

In Polen sind tausende Menschen gegen das Inkrafttreten eines nahezu vollständigen Abtreibungsverbots auf die Straße gegangen

In Polen haben tausende Menschen gegen nahezu vollständige Abtreibungsgebot demonstriert. In Warschau gingen sie am Mittwochabend mit brennenden Fackeln und Regenbogenflaggen auf die Straße und hielten Plakate mit Aufschriften wie "Das bedeutet Krieg" in die Höhe. Wenige Stunden zuvor hatte Polens nationalkonservative Regierung ein umstrittenes Urteil des Obersten Gerichtshofs umgesetzt, mit dem das Recht auf Abtreibung schwer fehlgebildeter Föten gekippt worden war.

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