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Hondurans fleeing from poverty and violence travel in a truck as part of their journey after leaving Ocotepeque, Honduras October 15, 2018 in a caravan toward the United States. REUTERS/Jorge Cabrera

Honduranische Migranten auf dem Weg nach Tapachula, einer Stadt in Mexiko. Bild: Jorge Cabrera/reuters

Migranten-Karawane setzt Marsch durch Mexiko fort – Trump macht Demokraten verantwortlich

Ungeachtet der Drohungen von US-Präsident Donald Trump haben tausende Migranten aus Honduras ihren Marsch durch Mexiko in Richtung USA fortgesetzt. Die mexikanischen Behörden stoppten die riesige Karawane zwar an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala, viele Migranten durchquerten jedoch auf notdürftigen Flößen den Grenzfluss Río Suchiate und marschierten am Sonntag stundenlang nach Norden. Trump kündigte an, den "Ansturm illegaler Ausländer" auf die Südgrenze der USA zu "stoppen".

"Nach allem, was wir durchgemacht haben, wird uns niemand aufhalten", sagte der 21-jährige Aaron Juarez, der mit seiner Frau und seinem Baby auf dem Weg in die USA war. "Wir haben Sonnenbrand und Blasen, aber wir haben es hierher geschafft", sagte Britany Hernandez. "Unsere Stärke ist größer als die Drohungen Trumps."

Der US-Präsident will Flüchtlinge aus Honduras nach einer möglichen Einreise in die USA zurückschicken. Es würden "alle Anstrengungen gemacht", um den "Ansturm illegaler Ausländer" auf die Südgrenze der USA zu "stoppen", schrieb Trump am Sonntag bei Twitter. Die Flüchtlinge müssten zuerst in Mexiko Asyl beantragen, und wenn sie dies nicht täten, würden die USA sie zurückschicken.

Die Lage in Mexiko wird immer dramatischer:

Zugleich schob Trump mit Blick auf die im November anstehenden Kongresswahlen den oppositionellen Demokraten die Schuld zu. "Die Karawanen sind eine Schande für die Demokratische Partei. Ändert die Einwanderungsgesetze jetzt", schrieb er.

Die prekäre Lage der Migranten aus Honduras:

Rund tausend Migranten, vor allem Frauen und Kinder, saßen derweil weiter an einer überfüllten Grenzbrücke zwischen Mexiko und Guatemala fest. Sie hoffen darauf, legal nach Mexiko einreisen zu können. Die Behörden bestehen darauf, dass die Migranten nacheinander Asylanträge ausfüllen, um die Grenze passieren zu dürfen. Am Samstag hatten die mexikanischen Behörden die Grenze für Frauen und Kinder geöffnet und diese in eine Notunterkunft in Tapachula gebracht, rund 40 Kilometer von der Grenzstadt Ciudad Hidalgo entfernt. Eine separate Gruppe von rund tausend Honduranern brach unterdessen zu einem weiteren Marsch durch Guatemala auf, um durch Mexiko ebenfalls in die USA zu gelangen. Die Gruppe von Männern, Frauen und Kindern sammelte sich in Esquipulas in Guatemala und machte sich zu Fuß auf den Weg. Die noch größere Karawane, die inzwischen teilweise Mexiko erreicht hat, hatte sich vor mehr als einer Woche von San Pedro Sula im Norden von Honduras in Gang gesetzt. Sie folgte einem Aufruf in sozialen Netzwerken zu einem "Migranten-Marsch". "Wir gehen nicht, weil wir wollen, sondern weil wir von Gewalt und Armut vertrieben werden", hieß es in dem Aufruf.

Ins benachbarte Guatemala schafften es mehr als 5000 Migranten, wie der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales sagte. 2000 von ihnen hätten sich aber wieder auf den Rückweg nach Hause gemacht. Mehr als tausend seien zwischen Freitag und Sonntag in Bussen nach Honduras zurückgebracht worden, erklärte die Katastrophenschutzbehörde Conred.

(pb/afp)

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