Shindy (l.) und Bushido in gemeinsamen Tagen.
Shindy (l.) und Bushido in gemeinsamen Tagen.
bild: screenshot youtube/bushido

Shindy meldet sich zurück – und knöpft sich Bushido vor

02.03.2019, 19:1102.03.2019, 19:10

Weil er dicke mit Kay One und sehr talentiert war, kam Shindy 2012 zu Bushidos Label ersguterjunge. Shindy startete durch, und wie. Er wurde zu einem der erfolgreichsten Rapper Deutschlands.

Als Bushido und Arafat Abou-Chaker sich schließlich bekriegten, verschwand auch Michael Schindler (so heißt Shindy in seriös) aus der Öffentlichkeit: "Ich habe das Gefühl, dass die denken: Wer mich am Ende für sich gewinnt, gewinnt auch den Krieg", sagte Shindy.

Doch jetzt meldet sich der Rapper nach gut zwei Jahren zurück. Nachdem seine Single "DODI" im Januar schon Platz eins der Charts erreichte, rappt Shindy nun in einem Song ("Road2Goat"), der bislang exklusiv beim Radiosender bigFM läuft, über die Zeit seit seiner Trennung von Bushidos Label.

Darin äußert sich Shindy offenbar über den Streit zwischen Bushido und Arafat, den er wohl bitter zu spüren bekam.

"Als die beiden mit dem Streit in jeder Zeitung sind, kämpfen sie ums Recht auf Shindy als wäre ich ein Scheidungskind.

Jeder will den Krieg gewinnen, ich wurde zum Matchball. Ab da wusste ich, dieses Spielchen wird zum Rechtsfall.

Ich sag' ich will raus, aber man lässt mich nicht. Ich sage ich zahl' euch aus, aber man lässt mich nicht."

Shindy knöpft sich in dem Song offenbar auch Bushido selbst vor:

"Ich hab dich letztens noch gesehen in deiner scheiß Karre an der Kreuzung bei Mc Donald's. Polizeiwache, (…) du sahst aus, als würde dich dein Beamten-Alltag reizen. Danke für die beste rote Ampel aller Zeiten."

Zum Hintergrund, auf den Shindy anzuspielen scheint (Shindy ist nicht der erste, der das tut): Bushido und seine Familie stehen derzeit unter Polizeischutz. Sein ehemaliger Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker soll geplant haben, die Kinder von Bushido und seiner Ehefrau Anna-Maria Ferchichi zu entführen, so die Vorwürfe. Die beiden hatten sich nach langjähriger Freundschaft heftig zerstritten.

Weitere Aussagen von Shindy im Interview mit "bigFM":

  • "Ich bin, ehrlich gesagt, nicht so abhängig vom Rampenlicht und bin mit dem ganzen Aufmerksamkeitsentzug eigentlich relativ gut zurechtgekommen. Aber das brennt schon ein bisschen in der Seele, wenn man Songs so lange herumliegen hat."
  • "In Berlin hatte ich auch Leute, mit denen ich gern zusammengearbeitet habe, aber jetzt ist es etwas ganz anderes. Ich habe meine eigenen Uhrzeiten, suche meine Leute selber aus und wir sind einfach unabhängig."
  • "Ich werde auf jeden Fall irgendwann auf Tour gehen – wir wissen bloß noch nicht wann, wie und wo, aber es wird definitiv eine Shindy-Tour zum neuen Album geben."
  • "Ich weiß noch gar nicht, wie ich mich fühlen werde, wenn dieses Album fertiggestellt und erschienen ist. So wie ich mich kenne, werde ich aber wahrscheinlich wieder jeden freien Tag im Studio verbringen und irgendetwas basteln."

Im Mai veröffentlicht Shindy sein viertes Soloalbum, das den Titel "Drama" tragen wird. Passt irgendwie...

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