Leben
Bild

Bild: youtube screenshots/ montage

Madonna wird 60 đźŽ‚ – und das sind unsere 7 Lieblingssongs 

Sie lieferte uns grandiose Dance-Pop-Hymnen, konfessionelle Balladen und eine Inszenierung ihrer Selbst, die immer wieder Grenzen ĂĽberschritt. Am 16. August wird Madonna 60 Jahre alt und wir feiern das mit den Lieblingssongs unserer Autoren.

Ihre Karriere hat vor mehr als 40 Jahren begonnen (so alt ist keiner der folgenden Autoren, die sich an ihre Lieblingssongs erinnern). Trotzdem verbindet jeder von uns eine ganz persönliche Geschichte mit ihren Liedern. Der beste Beweis dafür, dass sie DIE Queen of Pop war, ist und bleibt!

Dominik und "Papa Don't Preach":

Ganz klar ihre beste Single, weil nicht anbiedernd poppig wie etwa "Material Girl" oder "Like A Virgin" und nicht kommerziell misshandelt worden wie "Like A Prayer" (Ja, ich schaue dich an, Pepsi-Cola!). Der eindringliche Vibe passt obendrein super zum amerikanischen Tabuthema Teenieschwangerschaften und Abtreibung, das Madonna in dem Song behandelt. 

Gesa und "American Pie":

"American Pie" von Madonna war der erste Song, den ich auf Englisch von vorne bis hinten mitsingen konnte  – und auch verstanden habe. 2000 kam der raus, das Video ist ebenfalls mega. Spaghetti-Top mit Spitze, HĂĽft-Schlag-Jeans und Diadem. Das war glaube ich auch das Jahr, in dem diese ganze Macht-sie-eigentlich-zu-viel-Fitness-Diskussion losging.

Egal, sie war großartig. Während eines Frankreichsaustauschs wollte ich irgendjemanden mit meiner Textsicherheit beeindrucken, wurde dann aber höflich darauf hingewiesen: Das ist aber nicht das Original, Chérie. Egal – die Version ist bis heute gut.

Julia K. und "Don't Tell Me":

Das ist zwar nicht mein Lieblingssong. Aber das ist der Song, der mich an Madonna erinnert:

Ich war ungefähr zehn Jahre alt, ziemlich cool und in der Tanzschule. Wir haben "Dance4Fans"-Kurse gemacht. Dort lernt man die echten Choreos der STARS. Ja, ich kann "Daylight In Your Eyes" tanzen. Dort haben wir jedenfalls auch diesen schlimmen Song von Madonna getanzt, mit den Daumen cool im Hosenbund.

Gunda und "Don't Tell Me"

"Don't Tell Me", wegen des Textes: "Tell me love isn't true It's just something that we do". Liebe gesehen als Tun und nicht als metaphysische Wahrheit? Die Zeile gehört eingerahmt! AuĂźerdem ist der Satz vermutlich auch ein Metakommentar zur Popmusik ĂĽberhaupt. Vielleicht sogar ein abschlieĂźender Kommentar. Naja. Schlussendlich: Nie sah sie besser aus als in diesem Video: 

Toni und "Die Another Day"

Als ich ins Musik-mündige Alter kam, war Madonna diese gestandene Sex-Ikone im Wandel ihrer Weiblichkeit. Keine Ahnung, was das hieß, ich wollte damals nur einen Eastpak haben. Ich bekam von Madonna Kaballa, den Britney-Kuss und dieses unsägliche "Frozen"-Lied mit.

Doch der Song, den ich mir bei MTV auf VHS aufgenommen habe, war der Bond-Soundtrack "Die Another Day". Mega Video (die Leute vergessen, wie gut Madonna schauspielert), cool, dĂĽster, minimal und trotzdem catchy. Es gab nie einen dreckigeren James-Bond-Titelsong. 

Helena und "Express Yourself"

Dieser Song ist nicht nur eine groĂźartige 80er-Jahre-Dance-Pop-Hymne. Es ist auch der Song, der mich als kleines Mädchen zum ersten Mal so richtig Girl-Power spĂĽren lieĂź. "If you don't say what you want, then you're not going to get it". Bäm! Und wie ikonisch dieses Lied ist, hat Lady Gaga 2011, also 21 Jahre später mit dem doch sehr ähnlichen "Born This Way" bewiesen. 

Madonna, 1989: 

abspielen

Video: YouTube/madonna

Lady Gaga, 2011: 

abspielen

Video: YouTube/LadyGagaVEVO

Philip und "Like A Virgin" 

Ich bin kein Madonna-Fan. Auf jeder 80iger-Jahre-Party holt mich "Like a Virgin" aber dann doch irgendwann ein – und wird zu meinem "Dirty Pleasure". Bescheuert tanzen kann man schließlich doch ganz gut dazu.

Welcher Song von Madonna ist dein Liebster? Schreib es uns in die Kommentare! 

Was die Stars sonst so machen. Zitate geben. Wie diese 20 Zitate, die du fĂĽrs Leben brauchst. Eventuell.

"Ich hasse Menschen auf Konzerten!"

abspielen

Video: watson/Helena Duell, Marius Notter, Lia Haubner

"Schluss mit dem Geklampfe auf der Feier"

abspielen

Video: watson/Saskia Gerhard, Marius Notter, Leon Krenz

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Meinung

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel