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Ein Sicherheitsmann bugsiert den Flitzer von der Bühne Bild: dpa

Der ESC-Flitzer ist ein alter Bekannter im Show-Geschäft

lars wienand

Es war der Tiefpunkt des großen ESC-Abends: Ein Störer hat der britischen Sängerin SuRie das Mikro aus der Hand gerissen. Jetzt ist klar, dass da ein Wiederholungstäter auf die Bühne gestürmt ist – und was er will.

Die Israelin Netta Barzilai hat gewonnen, Michael Schulte einen tollen vierten Platz geholt – für Gesprächsstoff sorgte aber auch einer, der auf der Bühne gar nichts zu suchen hatte. Der Störenfried beim Eurovision Song Contest ist auch schon in andere große TV-Shows geplatzt – und hält sich für einen großen Geist, den die Medien unterdrücken.

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Mitarbeiter der Bühnen-Crew kümmerten sich um Sängerin SuRie Bild: dpa

Aus Protest ist "Dr. A.C", wie er sich nennt, auch schon 2017 im Finale der britischen Ausgabe von "The Voice" auf die Bühne gestürmt. Beim National Television Award, dem wichtigsten Publikumspreis im britischen Fernsehen, wurde er im Januar auf der Bühne abgefangen.

Und direkt nach dem Zwischenfall in Lissabon meldete sich auf Twitter der BBC-Moderator Stephan Nolan, der in seiner Live-TV-Sendung auch einen Überfall erleben musste. "Ich bin ziemlich sicher, dass er das wieder ist." Moderator Nolan konnte mit Sängerin SuRie mitfühlen: In einer Live-Ausstrahlung erfasse einen in einem solchen Moment für Sekundenbruchteile Panik. "SuRie hat mit höchster Professionalität und Mut reagiert", schrieb er.

Der Flitzer störte früher schon

Sie hatte noch versucht, sich das Mikro nicht aus der Hand reißen zu lassen, hatte dann zur Musik geklatscht – und nach 15 Sekunden weitergesungen. Sie hätte noch einmal auftreten dürfen, verzichtete aber. Dem "Daily Star" zufolge hatte sie vier Personenschützer einer Spezialeinheit, weil sie auch als mögliches Terrorziel galt.

Hier stürmte der Flitzer los

Die Briten hätten eigentlich gewarnt sein können vor dem Angreifer, der dann auf der Bühne stand: Auf Instagram hatte Dr. A.C am Dienstagabend ein Video mit einem Schwenk über die Dächer des ESC-Schauplatzes Lissabon gepostet, dazu die Hashtags "ideas", "music" und "activism". Er schrieb als Ort "Los Angeles", aber die Bilder zeigen eindeutig Lissabon. Allerdings interessiert kaum jemand, was er von sich gibt. Und das ist offenbar sein Problem. Er hält es für ein Verbrechen der britischen Medien, dass sie ihn nicht reden lassen, sondern lieber die Polizei holen.

So kündigte sich der Flitzer an

In seinen Accounts auf Twitter, Instagram, YouTube und Facebook geht es fast nur um ein Thema: Er gegen die großen britischen TV-Sender, die Mafia seien, "Nazis", sogar "die größte Bedrohung für die Welt und die Demokratie", wie er schreibt.

Er ist aber auch bei der "New York Times" schon vom Sicherheitsdienst raus geworfen worden, als er dort vorsprechen wollte, wie ein Video zeigt. "Faschisten", schimpft er. Er glaubt, er hat Ideen zur Lösung der großen Probleme, aber wird unterdrückt.

Das könnte auch die Wortfetzen von der Bühne erklären. Was er in das erbeutete Mikro rief, war kaum zu verstehen, die Worte "Nazis" und "Freiheit" waren zu verstehen. Auf seinem T-Shirt forderte er zum Kauf seines kommenden Buches auf. Das dreht sich um die britische "Staatsmafia" – Regierung, Medien, Firmen im Zusammenspiel. Er nennt sich selbst auch "Online Presenter", hat bislang eine Folge einer "Freedom of Ideas Show" bei YouTube hochgeladen, die bis zum Sonntagmorgen 31 Menschen gesehen hatten.

Es gibt sieben E-Books von ihm, Rezensionen sind Fehlanzeige. Auf Instagram hat er zwar fast 5000 Abonnenten, auf Facebook fast 6000 Likes für seine Seite und mehr als 13.000 Follower bei Twitter. Reaktionen gibt es aber auch dort kaum. Seit Samstagabend ist das mal wieder etwas anders: Die Briten beschimpfen ihn für seine Aktion. Und Sängerin SuRie wird nun trotz des 24. Platzes gefeiert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

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