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Otto, der Rocker. Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Ja, Otto, der Ostfriese hat sich aufs Wacken-Festival getraut – und das ist passiert

"Otto! Otto! Otto!", schallt es aus Tausenden Kehlen, noch bevor Deutschlands berühmtester Ostfriese auf der Bühne steht. "Der König tritt hervor", sagt einer der Besucher zu seinem Begleiter, als die ersten Töne gespielt werden.

Spätestens jetzt sind die letzten Zweifler im Publikum überzeugt. Die allermeisten in der Menge stimmen bei "Friesenjunge" ein. Noch lange nachdem Otto von der Bühne verschwunden sein wird, werden die Fans seine spezielle Version von Stings Welthit "Englishman in New York" im Chor weitersingen.

Obwohl er in der Nacht zum Samstag mit dem Headliner "In Flames" konkurriert, sind Tausende gekommen. "Ich bin sehr überrascht, dass Otto auf Wacken so viele Leute anzieht", sagt Peter Schieritz. Das eigentlich für Heavy Metal bekannte Festival zieht vor allem Fans der harten bis härtesten Rockmusik an. "Otto ist ein Idol aus meiner Kindheit, deswegen bin ich hier", sagt der 41-jährige Sebastian Bohnstaedt.

Wo wir schon bei Otto sind, diese Witze musst du kennen:

Wie ihm geht es offenbar vielen im Publikum. Die von Otto präsentierten Lieder werden ausnahmslos mitgesungen - egal ob Klassiker wie "Aber bitte mit Sahne", "Dänen lügen nicht", "Grund zum Feiern" oder rockige Cover von Queens "We Are The Champions" oder AC/DCs "Highway To Hell". Wobei "Grund zum Feiern" bei sehr bierseliger Stimmungslage besonders großen Anklang findet.

Bei "Zehn kleine Ottifanten" wirft der 70-Jährige zunächst Plüschversionen des Fantasie-Tieres ins Publikum - ein Exemplar für jeden in dem Lied gestorbenen Ottifanten. Am Ende feuert Otto mit einer Kanone eine ganze Ladung samt Konfetti in die Menge. Unterstützt wird er von seiner Band, den "Friesenjungs". Beim Konzert greift er aber auch selbst zu E- und Akustikgitarre.

Zusammengefasst:

Der Auftritt enthält alles, was ein gutes Rockkonzert braucht: Ein Lichtermeer aus Feuerzeugen und Handys bei Balladen, Crowd-Surfing bei schnellen Songs, Tausende Arme, die sich, in die Luft gereckt, bei Klassikern im Takt von links nach rechts bewegen. Beharrlich fordert das Publikum eine Zugabe nach der anderen. Zwar können sie Otto zu mehreren weiteren Liedern überreden, doch nach gut eineinhalb Stunden ist endgültig Schluss.

Kurz vor Ende ermahnt Otto das Publikum noch, dass Alkohol am Steuer nicht gehe. Sonst fahre man noch jemanden an und verschütte etwas.

(pb/dpa)

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