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Ariana Grande spricht über Sexismus in der Musik – warum das richtig wichtig ist

06.12.2018, 20:0506.12.2018, 20:43

Ariana Grande hat ein verdammt hartes Jahr hinter sich: der Konzert-Anschlag in Manchester, der Tod ihres Ex-Freundes Mac Miller und dann noch die Trennung von Pete Davidson. Umso schöner, dass es jetzt wieder bergauf geht.

Erst in der vergangenen Woche bestieg sie den YouTube-Thron –  ihr Song "Thank U, Next" machte sie zur neuen 24-Stunden-Klick-Königin auf der Plattform. Kein anderes Video schaffte innerhalb dieser Zeit mehr Aufrufe.  Außerdem wurde sie von "Billboard" zur "Woman of the year" gewählt und ist bei Spotify die meistgestreamte Künstlerin auf der ganzen Welt. 

So viel Aufmerksamkeit für Ariana Grande – und die nutzt sie jetzt, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen: Sexismus in der Musikindustrie. 

Im Interview mit "Billboard" prangert sie an:

"Ich würde mir wünschen, dass in den Charts genauso viele Frauen wie Männer an der Spitze stehen würden. (Die Musikindustrie) ist immer noch männlich dominiert. Es ist so einfach für sie. Es gibt viele unglaubliche Künstlerinnen da draußen, die für den Erfolg viel härter arbeiten müssen."

Warum es so wichtig ist, dass Ariana das sagt: 

  • Sie wird gehört, weil sie zu den derzeit weltweit erfolgreichsten Künstlerinnen gehört. Ihre Fans saugen das was sie sagt, auf wie ein Schwamm, sie kann Menschen erreichen, die sich vielleicht noch nie Gedanken, über Sexismus in der Musikindustrie gemacht haben. Wie groß der Einfluss von Musikerinnen sein kann, haben Taylor Swift (sie forderte via Instagram zur Wahl bei den Mid-Terms auf) und Helene Fischer (sie gab ein Statement zum #wirsindmehr-Konzert in Chemnitz ab) erst in diesem Jahr bewiesen.
  • Der Zeitpunkt ist richtig gewählt. In der Musik-Welt führt gerade kein Weg an Ariana vorbei. Sie nutzt die hohe Aufmerksamkeit, um ein wichtiges Thema zu platzieren, zu dem sich auch schon Kolleginnen, wie Nicki Minaj oder Dua Lippa geäußert haben.
  • Weil es richtig ist. Nur zwei Beispiele: 

    - Unter den ersten zehn der aktuellen  "Top 100 Artists" von Billboard sind aktuell zwei Frauen zu finden, unter den ersten zehn der "Top 100 Songs" von Billboard auch.

    - Jedes Jahr wird bei der Verkündung von Festival-Line-Ups vor allem eins diskutiert: Warum treten wenig bis gar keine Frauen auf? Aktuellstes Beispiel: Das "Hurricane/Southside"-Festival. Bislang wurden stolze neun Auftritte mit weiblicher Beteiligung angekündigt. Bei einem Festival, das drei Tage dauert. 

(hd)

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