Ariana Grande hat zwar einen Preis gewonnen, sich aber nicht blicken lassen. Was soll's, dann photoshoppen wir sie eben hinein ...
Ariana Grande hat zwar einen Preis gewonnen, sich aber nicht blicken lassen. Was soll's, dann photoshoppen wir sie eben hinein ...Bild: getty images/montage: watson

Die Brit Awards in 5 verstörenden, wichtigen und schönen Momenten

21.02.2019, 08:2621.02.2019, 09:15

In der Nacht zu Donnerstag war es wieder soweit: Die Brit-Awards – und damit einer der wichtigsten Musikpreise weltweit – wurden verliehen.

Wir haben alle wichtigen Momente zusammengefasst:

Die Rede des Abends ...

.. kam definitiv von Matty Healy. Der Sänger der Band 1975 war der Gewinner des Abends: Sie bekamen gleich zwei Preise und wurden als beste nationale Band und für das beste Album ("A Brief Inquiry Into Online Relationships") ausgezeichnet.

Matt nutze die große Bühne und widmete sich in seiner Dankesrede einem aktuellen Thema: Der allgegenwärtigen Misogynie in der Musikindustrie, genauer gesagt dem Fall Ryan Adams und dem ihm vorgeworfenen Fällen sexuellen Fehlverhaltens. Matt zitierte die "Guardian"-Journalistin Laura Snapes, die in einem Essay geschrieben hatte:

"Sie sagte, dass in der Musik männliche frauenfeindliche Handlungen auf Nuancen untersucht und als Merkmale schwieriger Künstler verteidigt werden. Wohingegen Frauen und diejenigen, die diese Männer kritisieren, als Hysteriker behandelt werden, die Kunst nicht verstehen."

Hier die ganze Rede:

Die Gewinner des Abends:

Popstar George Ezra ("Budapest") und Newcomerin Jorja Smith ("Don't Watch Me Cry") haben am Mittwochabend als bester britischer Künstler und beste britische Künstlerin zwei der wichtigsten Preise erhalten.

  • Zwei Brit Awards nahm auch der schottische Star-DJ Calvin Harris ("Promises") mit nach Hause. Er bekam die Trophäe als Produzent des Jahres und – gemeinsam mit der Londoner Sängerin Dua Lipa – für die beste Single des Jahres ("One Kiss").
  • Der Preis für das beste Video ging an die Girlband Little Mix ("Woman Like Me").
  • Sängerin Anne-Marie ("Ciao Adios"), die wie Dua Lipa viermal nominiert war, ging bei der Verleihung leer aus.

Schauspieler und Sänger Hugh Jackman eröffnete den Abend mit einem Song aus dem Film "The Greatest Showman". Für Aufsehen sorgte die Sängerin Jess Glynne, die sich auf der Bühne abschminkte, während sie ihren Song "Thursday" sang. Gewinner Ezra performte seinen Hit "Shotgun" gemeinsam mit einer Blaskapelle. Und Harris präsentierte ein Medley seiner musikalischen Kooperationen mit Rag'n'Bone Man ("Giant"), Sam Smith ("Promises") und Dua Lipa ("One Kiss").

Die Abwesenheiten des Abends:

Internationale Preisträger glänzten wie in den vergangenen Jahren durch Abwesenheit.

Das Duo The Carters, besser bekannt als Sängerin Beyoncé und Ehemann Jay-Z und ausgezeichnet als beste internationale Gruppe, Sängerin Ariana Grande (beste internationale Künstlerin) und Rapper Drake (bester internationale Künstler) schickten nur kurze Videobotschaften nach London.

Die Frage des Abends:

Der Auftritt des Abends:

Immerhin US-Sängerin Pink ("What About Us"), die als erste Nicht-Britin den Ehrenpreis (Outstanding Contribution to Music) bekam, begeisterte das Publikum in der nicht komplett gefüllten o2-Arena zum Ende des Abends mit einem spektakulären Auftritt.

Hier zum nachschauen:

(hd/dpa)

Noch mehr Musik? Hier lang!

Alle Storys anzeigen
"Ich bin geboostert und vorsichtig und trotzdem kriegen gerade alle um mich herum Corona": Unser Autorin ist nach zwei Jahren Einschränkungen frustriert – und will ihre Strategie ändern

"Zu Corona hat jeder irgendeine Geschichte zu erzählen", erzählte der Historiker Jörn Leonhard im watson-Interview . Und das ist wirklich mal ein sehr treffender Satz. Mir kommt es so vor, als bestehe die Pandemie aus nichts anderem: Ein wirres Konstrukt aus schwammigen Gefühlen, Gerüchten und Geschichten, in denen die harten Fakten oft ganz verloren gehen. Auch der Geist ist infiziert, Corona im Kopf.

Zur Story